Präsident der CNI, Robson Braga de Andrade / Copyright: Agência Brasil

Präsident der CNI, Robson Braga de Andrade / Copyright: Agência Brasil

Der Präsident des Brasilianischen Industrieverbandes CNI (Confederação Nacional da Indústria, kurz: CNI), Robson Braga de Andrade, erhoffe sich, dass der Industriesektor Brasiliens im nächsten Jahr um vier Prozent wachse. In diesem Jahr sagt Andrade einen geringeren Prozentsatz als das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) voraus, ca. 2,4 Prozent. Um stärkeren Zugang auf Ressourcen für Investitionen in die Industrie zu gewährleisten, müsse sich der Sektor modernisieren.

„Innovationen sind unerlässlich, damit brasilianische Firmen bessere Wettbewerbsfähigkeit entwickeln“, so teilte Andrade nach einem Treffen mit Luciano Coutinho, Präsident der Brasilianischen Bank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social, kurz: BNDES) im Sitz der CNI mit.

Laut Andrade sollen durch die CNI in Brasilien 22 Institutionen für Innovation und Technik gebaut werden. Jede von ihnen werde sich einem anderen Zweig widmen und Firmen Zugriff auf moderne Forschungs- und Entwicklungslabore verschaffen.

Andrade informierte des Weiteren darüber, dass die CNI eine Beratungsfirma beauftragen wird, Auswirkungen der Öffentlichkeitspolitik für Innovationen zu beurteilen, vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen. Dabei wies er auf die Daten einer neuen Studie der CNI hin, die zeigen, dass erst 12 Prozent der Firmen dieses Jahr als Hauptziel die Entwicklung neuer Produkte haben. Diese Prozentzahl soll 2012 auf 20,9 Prozent ansteigen.

Außerdem schätzte Andrade die Maßnahmen der Regierung, Investitionen im Kapitalmarkt von steuerlichen Abgaben zu befreien, als sehr positiv ein. Damit würden Ressourcen für die Börse geschaffen und brasilianische Firmen kapitalisiert werden. Diese Maßnahmen leisten laut Andrade einen Beitrag zum Überwinden der internationalen Wirtschaftskrise. (ds)