Carlinhos Cachoeira unterhält auch Kontakte zu hochrangigen Politikern / Copyright: Agência Brasil
Carlinhos Cachoeira unterhält auch Kontakte zu hochrangigen Politikern / Copyright: Agência Brasil

Carlinhos Cachoeira unterhält auch Kontakte zu hochrangigen Politikern / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Generalstaatsanwaltschaft (Procuradoria-Geral da República, kurz: PGR) verteidigt ihre Meinung vor dem Obersten Gerichtshof (Superior Tribunal de Justiça, kurz: STJ), den Unternehmer Carlos Augusto de Almeida Ramos, auch bekannt als Carlinhos Cachoeira, weiterhin in Untersuchungshaft zu lassen. Cachoeira war im Februar dieses Jahres wegen Verdacht auf Verwicklung in das organisierte Verbrechen von der Bundespolizei verhaftet worden und in Untersuchungshaft gekommen. Ihm werden unter anderem Geldwäsche, Schmuggel, aktive und passive Korruption – insbesondere in der Politik – und Veruntreuung vorgeworfen.

In einem Gutachten behauptet der Generalstaatsanwalt Paulo da Rocha Campos, der inhaftierte Carlinhos Cachoeira führe immer noch die Funktion des Kopfes einer organisierten kriminellen Gruppe aus. Man müsse ihn in ein Bundesgefängnis mit höchster Sicherheitsstufe verlegen, um diese Aktivitäten endgültig zu unterbinden. Generalstaatsanwalt Campos war vor allem wichtig darauf hinzuweisen, welchen großen politischen und wirtschaftlichen Einfluss der Beschuldigte immer noch inne habe. Er würde Kontakte zu Vertretern der Staatssicherheit obersten Dienstgrades unterhalten, so Campos. Durch Korruption sicherte und sichere er sich noch immer Straflosigkeit bei Verstößen und Straftaten zu, erklärte der Generalstaatsanwalt. Sogar Kontakte zu hochrangigen Politikern, aus der Opposition und der Koalition, unterhielte Cachoeira. Obgleich Carlinhos Cachoeira einen festen Wohnsitz vorweisen kann und keinerlei Vorstrafen hat, plädiert der Generalstaatsanwalt dafür ihn in Untersuchungshaft zu belassen, um ihn besser kontrollieren zu können.

Wie lange der Prozess um Carlinhos Cachoeira noch andauert, ist nicht abzusehen, es gibt offenbar allerdings keine Eile bei seiner Verurteilung. (sg)