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Wissenschaftler halten die Stromerzeugung mit Photovoltaik auf Wohnhäusern für sehr vielversprechend. / Copyright: Wikimedia Commons, Wikswat

Wissenschaftler halten die Stromerzeugung mit Photovoltaik auf Wohnhäusern für sehr vielversprechend. / Copyright: Wikimedia Commons, Wikswat

Brasilianische Wissenschaftler für Solarenergie fordern die Regierung auf, eine spezielle Kreditlinie für die Anschaffung und die Installation von Photovoltaik-Anlagen für Wohnhäuser zu bewilligen. Zu diesem Thema wurde während der ersten „Internationalen Schule für Solarenergie“ diskutiert, die an der Universität von Brasília (UNB) stattfand. Für den Professor der UNB Rafael Shayani, einer der Organisatoren der Veranstaltung, ist das Modell der Kleinerzeuger auf Wohnhäusern sehr vielversprechend, da es dafür keine großen Flächen wie große Solaranlagen braucht und die überschüssige Energie in das öffentliche Netz eingespeist wird.

„Nur wenige Menschen wissen von dieser Möglichkeit. Mit der Aussicht, dass Strom um 40 Prozent steigen wird, ist Solar nicht mehr so teuer, wenn es eine Unterstützung von der Regierung gebe.“ Shayani erklärt, dass diese Möglichkeit jedoch nicht in gleicher Weise im ganzen Land besteht. Ihm zufolge ist die Nachfrage in Minas Gerais zum Beispiel größer, weil hier unter anderem die Sonneneinstrahlung günstiger ist, so würde sich die Investition schneller rentieren.

Dem Professor der staatlichen Universität von Santa Catarina Ricardo Rüther zufolge ist es nicht Aufgabe der Endverbraucher in die Erzeugung von Energie zu investieren, aber sie seien es, die die Rechnung am Ende bezahlen würden, daher müsste es Bedingungen für die Finanzierung geben. „Das Thema ist in Brasilien bislang noch nicht gut gelöst. Die Finanzierung ist der Engpass. Verglichen mit der Automobilindustrie, wenn der Verbraucher heute ein Auto kauft, bekommt er eine Finanzierung sogar mit null Zinsen.“ (ls)

Quelle: Agência Brasil