Jorge Ávila, Präsident des Nationalen Institut für Industrieeigentum INPI, über die Forschungsaktivitäten in Brasilien / Copyright: Agência Brasil
Jorge Ávila, Präsident des Nationalen Instituts für Industrieeigentum INPI, über die Forschungsaktivitäten in Brasilien / Copyright: Agência Brasil

Jorge Ávila, Präsident des Nationalen Instituts für Industrieeigentum INPI, über die Forschungsaktivitäten in Brasilien / Copyright: Agência Brasil

Im neuen Bericht über Forschungsaktivitäten in der Welt des Unternehmens Thomson Reuters erreicht Brasilien den 14 Platz im Ranking. Im vergangenen Jahr hat das Land 46.700 wissenschaftliche Artikel veröffentlicht, was 2,2 Prozent weltweit ausmache. In den letzten 20 Jahren konnte Brasilien zehn Positionen im Ranking aufsteigen. An erster Stelle steht China, gefolgt von den Vereinigten Staaten, Japan und Europa. Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Institut für Industrieeigentum INPI (Instituto Nacional da Propriedade Industrial) und mit dem Nationalen Industrieverband CNI (Confederação Nacional da Indústria) durchgeführt.

Der Bereich, in dem die meisten Forschungsarbeiten veröffentlicht wurden, war in Brasilien die Medizin. Im Zeitraum 2008 bis 2012 veröffentlichte man 35.000 Artikel. An zweiter Stelle steht die Wissenschaft über Flora und Fauna mit 19.500 Artikeln im gleichen Zeitraum. Die Agrarforschung brachte 13.500 Artikel hervor. Den größten Anstieg gab es bei Sozial- und Allgemeinwissenschaften, die von 1.500 Artikel zwischen 2003 und 2007 auf 9.800 Artikel zwischen 2008 und 2012 kamen.

Als Konsequenz der steigenden wissenschaftlichen Tätigkeit erhöhten sich auch die Patentanmeldungen auf 170.000 im Zeitraum 2003 bis 2012. Allein im vergangenen Jahr lagen die Anmeldungen bei 33.500; der Präsident der INPI, Jorge Ávila, rechne in diesem Jahr mit 40.000. Die meisten Einrichtungen, die Patente anmeldeten, waren das brasilianische Erdölunternehmen Petrobras und die öffentlichen Universitäten. Laut Angaben des Berichts würde allerdings die fehlende Beteiligung privater Unternehmen einen negativen Aspekt darstellen. Zahlreiche Unternehmen verzichten auf die Anmeldung des Patents, da Bearbeitungsprozesse viel Zeit in Anspruch nehmen würden. (ds)