Der Frauenanteil bei Förderungen für höhere Forschungszwecke liegt deutlich unter dem der Männer. / Copyright: Wikimedia Commons, Onbox
Der Frauenanteil bei Förderungen für höhere Forschungszwecke liegt deutlich unter dem der Männer. / Copyright: Wikimedia Commons, Onbox

Der Frauenanteil bei Förderungen für höhere Forschungszwecke liegt deutlich unter dem der Männer. / Copyright: Wikimedia Commons, Onbox

In Brasilien gibt es mittlerweile ein Gleichgewicht zwischen der Anzahl von männlichen und weiblichen Wissenschaftlern, wie Zahlen auf Grundlage des allgemeinen Systems für Forschungszuschüsse des nationalen Rats für wissenschaftliche und technologische Entwicklung bis 2013 zeigen.

Noch Verbesserungsbedarf gibt es allerdings, wenn man sich insbesondere die Förderungen für Seniorforscher wie Doktoren anschaut, hier liegt der Anteil der Frauen deutlich unter dem der Männer. In einem Interview mit der brasilianischen Nachrichtenagentur Agência Brasil sagte die Ökonomin Hildete Pereira de Melo, Mitautorin des Buches „Pionierinnen in der Wissenschaft Brasiliens“, dass bei allen Förderangeboten in 2013 der Anteil von Männer (48.278) sowie bei Frauen (47.776) bei 50 Prozent lag. In 2001 waren es noch 21.985 Förderungen für Frauen (48 Prozent) und 23.683 für Männer (52 Prozent).

„Der Rat hat die Anzahl der Förderungen in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt und den Anteil von Männer und Frauen ausgeglichen.“ De Melo stellte allerdings nur ein Gleichgewicht beim allgemeinen Fördersystem fest, wobei die meisten Gelder aus diesem Topf an Forschungsanfänge richtet. Wenn es hingegen um die Verteilung von Förderungen zu Zwecken der Anschlussforschung geht, verbunden mit wissenschaftlichen Forschungsarbeiten am Ende der Karriere, machen Frauen nur 30 Prozent der Empfänger aus. Diese Förderungen untergliedern sich in verschiedene Bereiche.

Bei den Geldern für höhere Forschungszwecke gingen im vergangenen Jahr 24 Prozent and Frauen und 76 Prozent an Männer. Nichtsdestotrotz habe sich die Beteiligung von Frauen seit 1990 verbessert. „Der Frauenanteil ist in der wissenschaftlichen Laufbahn angestiegen, aber bei der Anschlussförderung, die sich an etablierte Forscher richten wie Doktoren, hat sich der Frauenanteil verringert.“ (ls)