Laut der FT können sich die steigenden Ölpreise negativ auf Brasiliens Wirtschaft auswirken / Copyright: Agência Brasil
Laut der FT können sich die steigenden Ölpreise negativ auf Brasiliens Wirtschaft auswirken / Copyright: Agência Brasil

Laut der FT können sich die steigenden Ölpreise negativ auf Brasiliens Wirtschaft auswirken. / Copyright: Agência Brasil

Die Financial Times (FT) berichtete kürzlich online über die  steigenden Kraftstoffpreise in den Schwellenländern wie Brasilien. Das Wirtschaftsblatt wies vor allem darauf hin, dass diese Entwicklung zu Handelsdefiziten führe und damit das Wirtschaftswachstum abbremsen könne.

Laut Angaben der FT liegen die steigenden Erdölpreise zwar noch unter dem Dollar-Höchstwert von 2008, hätten aber hinsichtlich der südafrikanischen Währung Rand und der türkischen Lira Rekordhöhe erreicht. In den Währungen der Länder Indien, Indonesien und Brasilien, die zu den fünf „gefährdeten“ Ländern zählen, hätte der Brent (Ölpreis) bereits Ende des vergangenen Jahres die Spitze erreicht.

Für die betreffenden Länder sei diese Entwicklung ein Dilemma. Die Regierungen hätten nur zwei Möglichkeiten: Entweder erlauben sie, dass die Preise weiter steigen und damit der Konsum zurückgeht, oder sie versuchen, die hohen Preise mittels Subventionen zu drücken und verursachen dadurch noch mehr Druck auf den Staatshausalt.

In Brasilien hatte das brasilianische Erdölunternehmen Petrobras Mitte Januar mitgeteilt, dass es keine weiteren Erhöhungen der Erdölpreise geben werde. Die im November angekündigte letzte Angleichung von Benzinpreisen in den Raffinerien in Höhe von vier Prozent wirkte sich im Dezember weitaus schlimmer auf die Verbraucher aus (zu 4,04 Prozent) als vorausgesagt (2 bis 2,6 Prozent), wie aus dem Verbraucherindex IPCA hervorging. (ds)