Durch fehlende Regenfälle im Bundesstaat von São Paulo muss die Regierung in Zusammenarbeit mit dem SABESP Maßnahmen zur Absicherung der Wasserversorgung finden / Copyright: dse.photography
Durch fehlende Regenfälle im Bundesstaat von São Paulo muss die Regierung in Zusammenarbeit mit dem SABESP Maßnahmen zur Absicherung der Wasserversorgung finden / Copyright: dse.photography

Durch ausbleibenden Regenfälle im Bundesstaat São Paulo muss die Regierung in Zusammenarbeit mit dem SABESP Lösungen zur Absicherung der Wasserversorgung finden. / Copyright: dse.photography

Dilma Pena, Präsidentin des brasilianischen Verbands für Abwasserversorgung des Bundesstaates São Paulo SABESP (Companhia de Saneamento Básico do Estado de São Paulo), teilte am vergangenen Donnerstag (10.04.) mit, dass der Bundesstaat bis zum Ende des Jahres sicher mit Wasser versorgt werden kann, ohne auf Wasseraustausch zurückgreifen zu müssen. Dabei wird die Nutzung technischer Reserven in Betracht gezogen.

Der Gouverneur von São Paulo Geraldo Alckmin kommentierte aber, dass noch nicht feststünde, ob ein Wasseraustausch nötig sein wird. Dazu müsste der SABESP täglich die Entwicklung des Wasserhaushaltes und der Reservate beobachten. Die Einschätzung basiert auf dem Fakt, dass São Paulo in der vergangenen Woche um 31 Gemeinden vergrößert wurde, und dass es 30 Prozent Rabatt auf Wasserrechnungen für diejenigen gibt, die ihren Wasserkonsum um 20 Prozent verringern können. Laut Angaben des SABESP hätte letztere Maßnahme in der Region Cantareira bereits zwei Qubikmeter Wasser pro Sekunde eingespart. Zusätzlich zu diesen Einsparungen werden weitere Aktionen geplant, wie der Transfer von Wasser aus den Gebieten Alto Tietê und Guarapiranga in das Gebiet Cantareira.

Laut Angaben der Regierung ist die derzeitige Lage aufgrund der ausbleibenden Regenfälle die schlimmste seit 80 Jahren. Um die Probleme zu lösen, sind weitere Maßnahmen wie der Bau einer neuen Wasserversorgungsanlage geplant, die das Wasser des Flusses São Lourenço nutzen soll, um 1,5 Millionen Menschen in sieben Gemeinden des Bundesstaates zu versorgen. Dort im Westen der städtischen Region São Paulos wächst die Bevölkerung derzeit stärker als in anderen Regionen. Auch wies die Präsidentin des SABESP darauf hin, dass São Paulo der einzige Bundesstaat sei, der einen Absicherungsplan zur Wasserversorgung bis 2035 aufweisen könne. (ds)