Der nordamerikanische Vertreter John Faracci und der brasilianische Vertreter Josué Gomes da Silva auf dem achten CEO-Brasilien-Vereinigte Staaten-Forum / Copyright: Agência Brasil
Der nordamerikanische Vertreter John Faracci und der brasilianische Vertreter Josué Gomes da Silva auf dem achten CEO-Brasilien-Vereinigte Staaten-Forum / Copyright: Agência Brasil

Der nordamerikanische Vertreter John Faracci und der brasilianische Vertreter Josué Gomes da Silva auf dem achten CEO-Brasilien-Vereinigte Staaten-Forum / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische und die nordamerikanische Regierung verhandeln derzeit über ein Abkommen, das bei Geschäftsreisen von Unternehmern der beiden Länder die Prozesse bei den Einwanderungsbehörden erleichtern soll. Das sogenannte Pilotprogramm Global Entry, das in Kürze in seine Testphase geht, stellt Unternehmern einen Pass zur Verfügung, der sie in Zukunft idealerweise von der Visumspflicht befreit.

„Wir befinden uns gerade im finalen Verhandlungsprozess, damit das Global Entry-System in Kraft treten kann, zuerst einmal für Brasilianer und nach einiger Zeit auch für Amerikaner, die nach Brasilien reisen“, so teilte Thomas Shannon, Botschafter der USA in Brasilien, nach dem achten CEO-Brasilien-Vereinigte Staaten-Forum (8º Fórum de Altos Executivos Brasil–Estados Unidos) mit.

Laut Josué Gomes da Silva, Präsident der brasilianischen Firma Coteminas, der die brasilianischen Unternehmer im Forum vertritt, könnten die Unternehmer bei Geschäftsreisen mittels des Passes durch die Passkontrollen gehen, ohne weitere Angaben machen zu müssen. Die Passkontrollen hätten in der Vergangenheit generell viel Zeit in Anspruch genommen. Gomes da Silva schätze ein, dass ca. 1.500 Brasilianer am Pilotprogramm teilnehmen werden. Trotz erster Fortschritte wird allerdings immer noch ein Visum benötigt.

Nach der ersten Testphase solle der Zugang zum Programm auch weiteren Personen ermöglicht werden. „Zu Beginn hatten wir das Ziel, die Visumspflicht abzuschaffen. Dieses Vorhaben erschien hoch gesteckt und unerreichbar. Heute kann ich aber sagen, dass wir unserem Ziel langsam näher kommen.“ Der nordamerikanische Botschafter hingegen kommentierte, dass trotz aller Bemühungen der beiden Länder dieser Prozess noch einige Zeit in Anspruch nehmen werde. (ds)