Ganz so leer wird es wegen der verschärften Anforderungen für Spanier dennoch nicht bei der Einreise nach Brasilien aussehen / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, F.M. de Oliveira

Ganz so leer wird es wegen der verschärften Anforderungen für Spanier dennoch nicht bei der Einreise nach Brasilien aussehen / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, F.M. de Oliveira

Mit dem heutigen Tage hat Brasilien die Einreiseregelungen für spanische Staatsbürger an die bereits bestehenden Regelungen für brasilianische Staatsbürger bei ihrer Einreise in Spanien angepasst. Mit der Änderung der Einreiseregelungen bezieht sich Brasilien auf das Gleichbehandlungsrecht, welches international für die Beziehungen zweier Länder gilt. Da für Brasilianer bei ihrer Einreise in Spanien bisher ein Reihe von Anforderungen zu erfüllen waren, die unter den vielen dort lebenden Auswanderern, vor allem bei Besuchen aus ihrer Heimat, immer wieder zu Ärger geführt haben, wendet nun Brasilien dieses Recht an und fordert von spanischen Reisenden ab sofort die gleichen Dokumente.

So müssen nun bei der Einreise ein Reisepass mit mindestens sechs Monate Gültigkeit und sowohl die Einreise- als auch die Ausreisetickets vorgelegt werden. Auch muss bereits bei der Einreise eine Reservierung für ein Hotel gezeigt werden oder im Falle des Besuchs bei Freunden oder Verwandten ein Einladungsschreiben. Dieses Einladungsschreiben muss mit Unterschrift, der Kopie des Ausweises und einer Wohnortbestätigung versehen sein.

Auch wird nun die finanzielle Situation der Reisenden überprüft, denn für jeden Tag des Aufenthalts müssen reisende Spanier nun 170 Reais (ca. 70 Euro) nachweisen. Mit diesen Änderungen haben sich die Einreisebedingungen für spanische Staatsbürger zwar im eigentlichen Sinne nicht verschärft, so aber doch die Einreiseformalien stark verkompliziert. Bisher war lediglich die Vorlage eines gültigen Passes notwendig, in das ohne weitere Vorlage anderer Dokumente ein dreimonatiges Touristenvisum eingestempelt wurde. (mas)