Das Stadion Maracanã in Rio de Janeiro wurde vergangegen Sonntag (02.06.) beim Freundschaftsspiel Brasilien-England. / Copyright Agência Brasil
Das Stadion Maracanã in Rio de Janeiro wurde vergangegen Sonntag (02.06.) beim Freundschaftsspiel Brasilien-England. / Copyright Agência Brasil

Das Stadion Maracanã in Rio de Janeiro wurde vergangegen Sonntag (02.06.) beim Freundschaftsspiel Brasilien-England. / Copyright: Agência Brasil

Die Fußballweltmeisterschaft mit seinen zwölf Austragunsgorten wird in Brasilien voraussichtlich einen Umsatz von 30 Milliarden Reais (rund 11 Milliarden Euro) erwirtschaften und zudem weitere Infrastrukturprojekte anstoßen. Das ergaben Berechnungen der Abteilung zur Umsetzung von Projekten mit Priorität des Bauministerium des Staates São Paulo (Unidade de Entregas de Projetos Prioritários da Secretaria de Planejamento do Estado de São Paulo) aus. Der Koordinator der genannten Studie, Rodrigo Gouvêa, bestätigte gestern (05.06.) gegenüber Unternehmen und Verbänden, dass der Staat daran arbeite, die ausländischen (Fußball-)Delegationen zu empfangen.

Joel Benin vom Sportministerium versprach gegenüber den Anwesenden, dass die WM und die Olympiade die kulturelle Vielfalt des Landes zeigen und die Handelsbeziehungen mit anderen Ländern vertiefen würden. „Die beiden größten Veranstaltungen des Planeten hinterlassen nicht nur ein großes sichtbares materielles Erbe. Sie werden auch das Bild Brasiliens bestimmen“, so Benin weiter. Laut ihm gehen Schätzungen davon aus, dass zu den beiden Sportevents 600.000 ausländische und bis zu drei Millionen brasilianische Touristen das Land bereisen werden.

Rodrigo Gouvêa vom Bauministerium betonte, dass es in insgesamt 22 Städten 26 Standorte geben werde, um die Fußballmanschaften zu beherbergen. Bisher habe man bereits Besuche von 17 Vertretern ausländischer Nationalmanschaften gehabt, so Gouvêa. Man werde den jeweiligen Städten Kredite zu lediglich zwei Prozent Gebühr anbieten, um die notwendigen Invesititionen in sportliche Infrastruktur wie Hotelanlagen oder Trainingsplätze umzusetzen und die Teams zu beherbergen. (ms)