Fußballweltmeisterschaft sprengt geplante Kosten

12.09.2011 | Politik |

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Das brasilianische Bundesministerium für öffentliche Angelegenheiten (Ministério Publico Federal, kurz: MPF) gab gestern (11.09.) bekannt, dass die Kosten für die Fußballweltmeisterschaft die ursprünglich geplanten Ausgaben vermutlich deutlich übersteigen werden.

Die verschiedenen Institutionen, die an der Planung und Durchführung der Weltmeisterschaft im Jahre 2014 in Brasilien beteiligt sind, weisen unterschiedliche Zahlen für die Finanzierung vor. Laut „Transparenz-Portal“ der Regierung (Portal da Transparência do Governo), welches die öffentlichen Ausgaben offenlegt, werden die Kosten 23,4 Milliarden Reais (rund 10,3 Milliarden Euro) betragen. Jedoch belaufen sich die Ausgaben dem brasilianischen Verband für Infrastruktur und Basisindustrien (Associção Brasileira de Infraestrutura e Indústrias de Base, kurz: ABDIB) zufolge, der mit dem brasilianischen Fußball-Verband (Confederação Brasileira de Futebol, kurz: CBF) und dem Sport-Ministerium zusammenarbeitet, auf 112 Milliarden Reais (ca. 49,3 Milliarden Euro).

Das MPF sieht daher die Gefahr, dass die geplanten Beträge nicht im Rahmen bleiben werden. Es wurde nun eine Experten-Gruppe beauftragt zu untersuchen, wie hoch die Kosten genau sein werden, um die geforderten Standards der FIFA zu erfüllen. Der gestern vorgestellte Bericht enthält Befürchtungen, dass es keine Klarheit bezüglich der Investitionen und der Fertigstellung der einzelnen Projekte gäbe. Es sei ein großes Risiko, Projekte ohne detaillierte Beschreibungen zu finanzieren, um später weitere Zuzahlungen jenseits legitimer Rahmenbedingungen ermöglichen zu können, so Athayde Ribeiro Costa, der die Gruppe des MPF leitet. Die größte Befürchtung des Komitees ist es, eine ähnliche Situation wie bei den Panamerikanischen Spielen im Jahre 2007 zu erleben, als die Gesamtausgaben zehnmal so hoch waren wie geplant. (gp)


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