Azul, die bisher drittgrößte Fliggesellschaft Brasiliens fusioniert mit Trip / Copyright: Azul Linhas Aéreas Brasileiras

Azul, die bisher drittgrößte Fliggesellschaft Brasiliens fusioniert mit Trip / Copyright: Azul Linhas Aéreas Brasileiras

Die brasilianische Fluggesellschaft Trip hat gestern (28.05.) in einer Pressemitteilung die Fusion mit der Fluggesellschaft Azul bestätigt.

Quellen zufolge haben die Verhandlungen zur Fusion beinahe sechs Monate gedauert.

Anfangs sollten beide Fluggesellschaften weiterhin unabhängig voneinander operieren, jeweils mit der eigenen Marke sowie den eigenen Flotten. Letztendlich wurde jedoch in beidseitigem Einverständnis beschlossen, dass ein neues Unternehmen entstehen soll, welches von beiden Gesellschaften unter dem Namen Azul Trip S.A. geführt und kontrolliert wird. Um dies zu gewährleisten, werde ein Integrationskomitee unter der Leitung des aktuellen Präsidenten der Trip, José Mario Caprioli, gegründet. Laut der Mitteilung werde es die Aufgabe dieses Komitees sein, die besten Praktiken der beiden Unternehmen herauszufiltern und zu kombinieren.

Azul war bis dato die drittgrößte Fluggesellschaft Brasiliens und wird zwei Drittel der neuen Gesellschaft besitzen, während Trip über das restliche Drittel verfügen wird. Die Fusion werde keine Kündigungen von Mitarbeitern nach sich ziehen, sondern es sei im Gegenteil geplant, die Flugzeugflotte zu erweitern und zusätzliches Personal anzustellen. Hochrechnungen zufolge erwartet die neue Fluggesellschaft noch in diesem Jahr einen Umsatz von mehr als vier Milliarden Reais (rund 1,6 Milliarden Euro) und werde mit etwa 15 Prozent Marktanteil starten.

Darüber hinaus liege das Potenzial der Zusammenführung vor allem in der Kombination aus hochwertigem Service und geringem Kostenaufwand. Beide Gesellschaften sind stark im regionalen Flugbereich, auf kleineren Flughäfen und mit kleineren Flugzeugen vertreten. Die Fusion ermögliche es ihnen jetzt, Komplementärstrecken einzuführen, so Caprioli. Gleichzeitig müssen sie sich dennoch um die Strecken kümmern, die momentan doppelt belegt seien – wie es auf 15 Prozent der 96 Flugrouten der Fall sei. (jv)