Neues Schwergewicht auf dem Lebensmittelmarkt Brasiliens. / Copyright: Agência Brasil
Neues Schwergewicht auf dem Lebensmittelmarkt Brasiliens. / Copyright: Agência Brasil

Neues Schwergewicht auf dem Lebensmittelmarkt Brasiliens –  Abimapi / Copyright: Agência Brasil

Seit letzter Woche gibt es in Brasilien ein neues Schwergewicht auf dem Lebensmittelmarkt. Zwei der größten Verbände aus dem Bereich der Getreideerzeugnisse fusionierten zum so genannten Brasilianischen Verband von industriell gefertigtem Gebäck, Nudeln, Brot und Kuchen (Associação Brasileira das Indústrias de Biscoitos, Massas Alimentícias & Pão e Bolo Industrializados, kurz: Abimapi). Wie die Zeitung Correio Braziliense (23.09.) mitteilte, erwirtschafteten diese drei Sektoren einen Gesamtumsatz von 20 Milliarden Reais (rund 6,5 Milliarden Euro). Abimapi sei für eine Produktion von rund 3 Millionen Tonnen verantwortlich. Dies entspricht rund 80 Prozent des landesweiten Verzehrs an Getreideerzeugnissen.

Der neue Verband Abimapi bildet sowohl von seiner Produktion als auch der Anzahl der Mitglieder her einen der größten Lebensmittelproduzenten des Landes. Insgesamt 82 Brot- und Nudelhersteller seien in Abimapi organisiert, über die rund 100.000 Arbeiter angestellt sind, wie Correio Braziliense berichtet. „Die Zusammenführung und Konsolidierung macht uns noch stärker. In Zukunft werden wir ein Drittel des nationalen Getreides verarbeiten“, wie Claudio Zanão, zukünftiger Geschäftsführer von Abimapi gegenüber der Presse bekannt gab.

Zu dem neuen Verband hatten sich der Verband für Nudeln, Brot und Kuchen (Associação Brasileira da Indústria de Massas Alimentícias e Pão & Bolo Industrializado, kurz: Abima) und der Verband der Gepäckindustrie (Associação Nacional da Indústria de Biscoito, Anib) zusammengeschlossen. Ziel der Fusion sei, die Fixkosten der Verbandsstrukturen zu senken und schnellere Entscheidungsebenen zu schaffen.

Des Weiteren habe die Nähe wirtschaftspolitischer Forderungen beider Verbände zur Entscheidung beigetragen. Bereits zuvor habe es eine enge Zusammenarbeit in Fragen der Bereiche Export, Abfallwirtschaft und Gesetzgebung gegeben. Der große Verband ist nun in der Lobbyarbeit besser aufgestellt. Großes Ziel sei es, die meisten Brot- und Gebäcktypen in den gesetzlich beschriebenen, so genannten Warenkorb von Grundnahrungsmitteln zu bekommen. Dies würde erhebliche Steuererleichterungen mit sich bringen und die Preise für den Endverbraucher senken, so Zanão. (ms)