Das Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro gehört mit zu den teuersten Stadien der Welt / Copyright: Wikipedia, GNU, Z. Wlasne
Das Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro gehört mit zu den teuersten Stadien der Welt / Copyright: Wikipedia, GNU, Z. Wlasne

Das Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro gehört mit zu den teuersten Stadien der Welt / Copyright: Wikipedia, GNU, Z. Wlasne

Die Fußball-WM in Brasilien im kommenden Jahr rückt immer näher und damit auch die Abgabetermine der fertigzustellenden Stadien. Laut neuer Studie des Beratungsunternehmens KPMG befinden sich im Land die teuersten Stadien der Welt: Von den 20 teuersten sind zehn in Brasilien. Europäische Institutionen haben bereits festgestellt, dass das Land mehr als Deutschland für die Fußball-WM 2006 und Afrika für die WM 2010 ausgegeben hat. In den letzten Jahren wurde also noch nie so viel Geld wie in Brasilien investiert.

Das KPMG vergleicht die Stadien nach Sitzplatzpreisen und nicht nach Gesamtwert. Nach diesen Richtlinien befindet sich das renovierte Wembley-Stadion in London mit 10.100 Euro pro Sitzplatz an erster Stelle der teuersten Stadien weltweit. An zweiter Stelle steht das Emirates Stadium in London mit 7.200 Euro pro Sitzplatzkarte. An Platz drei befindet sich bereits das brasilianische Stadium Mané Garrincha in Brasília. Dort kosten Sitzplatzkarten rund 6.200 Euro. Das Maracanã-Stadium in Rio de Janeiro steht an siebter Stelle und ist teurer als die Allianz Arena in München. Das Stadium von Manaus nimmt den Platz zehn im Ranking ein, dessen Preise vergleichbar mit dem Stadium in Basel sind.

Auch das Braudel-Institut stellte in Zusammenarbeit mit der dänemarkischen NGO Play the Games fest, dass jeder Sitzplatz in Brasiliens Stadien im Schnitt 5.800 US-Dollar koste, was die Kosten der letzten drei WMs übersteigt. In Südafrika im Jahr 2010 lag der Wert bei 5.200 US-Dollar, in Deutschland in 2006 bei 3.400 US-Dollar und in Japan 2002 bei 5.000 US-Dollar. (ds)