An die 2,9 Milliarden Menschen waren dieses Jahr bereits im Internet - zunehmend nur per mobilen Geräten. / Copyright Autor: West Midlands UK
An die 2,9 Milliarden Menschen waren dieses Jahr bereits im Internet - zunehmend nur per mobilen Geräten. / Copyright Autor: West Midlands UK

An die 2,9 Milliarden Menschen waren dieses Jahr bereits im Internet – zunehmend über mobile Geräte. / Copyright: West Midlands UK

Die Fußball-WM der Männer ist auf dem Weg, zum bisher größten weltweiten Ereignis in den sozialen Medien zu werden. Die beiden führenden Anbieter für Online-Kommunikation, Facebook und Twitter, gaben jeweils Rekordquoten bekannt, wie die Zeitung Valor Econômico (26.6.) berichtet.

Demnach informierte Facebook, dass allein in der ersten WM-Woche insgesamt 141 Millionen Nutzer 459 Millionen Nachrichten bezogen auf die WM gepostet hätten. Dies sei mehr als bei ähnlichen Events wie der Oscar-Verleihung, den Olympischen Winterspielen in Sotchi oder dem Finale der American Football-Saison in den USA, dem Super Bowl. Auch Twitter informierte über Rekordmarken. Während des Eröffnungsspiels Brasilien gegen Kroatien seien 12,2 Millionen Tweets und während des Spiels USA gegen Portugal 6,1 Millionen versendet worden. Der tägliche Twitter-Verkehr sei bereits jetzt größer als während der Olympischen Spiele in London 2012, teilte das Unternehmen mit.

Die Zunahme am digitalen Austausch von Nachrichten gehe vor allem auf die Tatsache zurück, dass immer mehr Menschen auch mobil online seien. Schätzungen der Internationalen Fernmeldeunion, einer UN-Sonderorganisation, zufolge haben dieses Jahr bereits 2,9 Milliarden Menschen das Internet benutzt. Dies sei gegenüber 2010 mit rund zwei Milliarden Internetnutzern eine Zunahme von 44 Prozent.

Der Anstieg von Menschen mit Zugang zum Internet findet vor allem in Schwellenländern statt, insbesondere in Brasilien und Indien. Rund 65 Prozent der Nutzer von Facebook und 77 Prozent von Twitter leben heute außerhalb der USA. Die Fußball-WM als Höhepunkt der meist verbreiteten Sportart weltweit bietet sich für eine gemeinsame Diskussion im Netz gerade zu an, so der Valor Econômico. (ms)