Logo zum Treffen der G20 in Cannes 2011 / Copyright: G20

Logo zum Treffen der G20 in Frankreich 2011 / Copyright: G20

Die G20, die Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, zu denen auch Brasilien gehört, haben den Druck auf die EU-Länder im Kampf gegen die Schuldenkrise erhöht. Bei einem zweitägigen Treffen der G20-Finanzminister am vergangenen Wochenende in Paris wurde festgelegt, dass Banken angemessen kapitalisiert werden sollen und ausreichenden Kapitalzugang haben, um mit den aktuellen Risiken umzugehen.

Hierfür werde der Rat zur finanziellen Stabilität der G20 sowie Mario Draghi, neuer Präsident der Europäischen Zentralbank, eine Liste von 50 Banken erstellen, die besondere finanzielle Unterstützung brauchen. Die Liste soll vor dem nächsten Zusammentreffen der G20 in Cannes (03.11.-04.11.) veröffentlicht werden.

Die betroffenen Banken seien durch die Regulierungen verpflichtet, für finanzielle Unterstützung zu sorgen. Diese Neuerungen wurden von verschiedenen Institutionen allerdings stark diskutiert. Hierbei argumentierten die Banken, dass die Forderungen die Stabilisierung der Weltwirtschaft erschweren könnten.

Die Präsidenten der JPMorgan Chase, Jamie Dimon, und der Bank of America, Brian T. Moynihan, befinden sich zum Beispiel unter den Gegnern der neuen Regelungen und befürchten Auswirkungen auf Kredite sowie den Rückgang des Wachstums.

Beim Abschluss des Treffens der G20 einigte sich die Gruppe auf eine Reihe von Maßnahmen, die die Risiken des Bereitstellens von Kapital reduzieren sollen. Die Maßnahmen werden stärkere globale Überwachung sämtlicher Prozesse garantieren.

Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega nahm ebenso am letzten Treffen der G20 teil und hatte sich bereits mehrfach zur Thematik geäußert, dass Europa schnellstmöglich Maßnahmen zur Bekämpfung der Krise finden müsse, bevor sie noch mehr Schaden in der Welt anrichte. (ds)