Im Rahmen des Ganztagsunterrichts wurden viele Schulen mit Musikinstrumenten ausgestattet / Copyright: Agência Brasil

Im Rahmen des Ganztagsunterrichts wurden viele Schulen mit Musikinstrumenten ausgestattet / Copyright: Agência Brasil

Das brasilianische Regierungsprogramm „Ganztagsunterricht Plus Schule“ (Programa de Ensino Integral Mais Escola) wird an insgesamt 32.000 staatlichen Schulen in ganz Brasilien angeboten. An 18.000 von ihnen sind die Mehrheit der Schüler und Schülerinnen Empfänger des Programms Familienstipendium (Bolsa Familia).

Die Präsidentin Dilma Rousseff äußerte gestern (20.08.) während des wöchentlichen Radioprogramm „Frühstück mit der Präsidentin“ (Café com a Presidenta), dass das Ziel des Programms sei, die Bildungs- und Studienzeit von Kindern und Jugendlichen zu verlängern, dabei die Betreuung und Unterstützung von Lehrern zu gewährleisten und gleichzeitig eine qualitativ hochwertige Ernährung und eine sportliche Betätigung der Kinder und Jugendlichen sicherzustellen. Sie erklärte weiterhin, dass den Schülern ergänzend zum Unterricht, eine pädagogische Betreuung – besonders für dich Fächer Portugiesisch und Mathematik – zur Verfügung stehe. Zusätzliche Fächer wie Musik und Sport werden angeboten, um die Konzentration und die Disziplin der Lernenden auszubilden. Es müsse die Priorität der Regierung bleiben, den Ganztagsunterricht besonders in den armen und ärmsten Regionen des Landes zu etablieren.

Die Präsidentin verwies noch einmal auf die Ergebnisse des Index zur Entwicklung der Grundbildung (Índice de Desenvolvimento da Educação Básica, kurz: Ideb) hin, welche in der vorherigen Woche veröffentlicht worden waren. Diesen zufolge habe der Lerneffekt an den Schulen im Land zugenommen, an welchen der Ganztagsunterricht praktiziert wird.

Eine große Anstrengung müsse jedoch über den Grundbildungsbereich hinaus, auch im Unterrichtswesen der Mittelschulen stattfinden, so Rousseff. (jv)