Logo des brasilianischen Gesundheitssystems SUS / Copyright: Sistema Único de Saúde

Logo des brasilianischen Gesundheitssystems SUS / Copyright: Sistema Único de Saúde

Die Kommission der sozialen und familiären Sicherheit (Comissão de Seguridade Social e Família) des brasilianischen Abgeordnetenhauses genehmigte gestern (23.11.) den endgültigen Entwurf der Subkommission, der sich mit der Neustrukturierung des brasilianischen öffentlichen Gesundheitssystems SUS (Sistema Único de Saúde, kurz: SUS) befasst.

Die 286 Seiten, die von dem Abgeordneten Rogério Carvalho (der Partei PT) redigiert wurden, schlagen neue Quellen zur Finanzierung des Sektors vor, unter denen sich drei Neuerungen befinden: die Steuer auf große finanzielle Transaktionen (Imposto sobre Grandes Movimentações Financeiras, kurz: IGMF), die Steuer auf große Vermögen (Imposto sobre Grandes Fortunas) und der Anstieg der sozialen Abgaben auf Reingewinne der Finanzinstitutionen (Aumento da Contribuição Social sobre o Lucro Líquido das Instituições Financeiras, kurz: CSLL).

Des Weiteren gibt es den Vorschlag, Subventionen des Staates an Firmen und an medizinische Gruppen abzuschaffen beziehungsweise in einigen Fällen zu verringern. Man wolle die Einkommenssteuer des Gesundheitswesens stabilisieren und damit die Qualität und Effizienz der Serviceleistungen verbessern.

Es sei wichtig anzuerkennen, dass die derzeitigen Ressourcen für das Gesundheitswesen Brasiliens deutlich zu gering seien. Der ideale Weg wäre, systematisch den Verbesserungsprozess zu steigern und die Quellen zur Finanzierung des Gesundheitswesens auszuweiten, so heißt es im Bericht. (ds)