Die Zentrale des US-Autobauers General Motors in Detroit. Seit 90 Jahren in Brasilien. / Copyright WikiCommons Autor: Ritcheypro
Die Zentrale des US-Autobauers General Motors in Detroit. Seit 90 Jahren in Brasilien. / Copyright WikiCommons Autor: Ritcheypro

Die Zentrale des US-Autobauers General Motors in Detroit. Seit 90 Jahren in Brasilien. / Copyright Wikimedia Commons, Ritcheypro

Wie am vergangenen Donnerstag (14.8.) bekannt wurde, plant der US-amerikanische Autorhersteller General Motors (GM) in den kommenden fünf Jahren in Brasilien 6,5 Milliarden Reais (circa 2,13 Milliarden Euro) zu investieren. Dies gab die Vorstandsvorsitzende von GM, Mary Teresa Barra, nach einem Treffen mit Präsidentin Rousseff gegenüber der Presse bekannt.

Neben Dilma Rousseff lobte Barra die gute Zusammenarbeit. „Wir hatten die Möglichkeit Maßnahmen zu diskutieren, die der Industrie helfen können und ich habe mich für die Anstrengungen bedankt, die bereits für den Sektor gemacht wurden. Dazu zählen beispielsweise die Senkung und die verbesserten Bedingungen der Industrieproduktsteuer (Imposto sobre Produtos Industrializados, kurz IPI) zum Kauf von Fahrzeugen“, bekräftigte Barra. Die Details über die Investitionen würden in den kommenden Tagen bekannt gegeben, wie die Zeitung Valor Econômico (14.8.) schreibt.

Die GM-Chefin informierte, dass die angekündigten Investitionen für Verbesserungen und Umrüstungen der laufenden Produktion an gesetzliche Normen wie das staatliche Programm Inovar-Auto genutzt werden sollen. Inovar-Auto sieht Steuererleichterungen bis zu 30 Prozent vor, wenn in Brasilien in die Forschung und Entwicklung für die Produktion im Land investiert werde. GM verspricht sich davon Vorteile und rüstet um.

GM ist fast seit 90 Jahren in Brasilien aktiv. Allein im vergangenen Jahr habe der Autokonzern 6,7 Milliarden Reais (etwa 2,2 Milliarden Euro) in Brasilien investiert, so Barra. Auf Nachfragen der Presse bezüglich möglicher Entlassungen in Lateinamerika wollte die Vorstandsvorsitzende nicht eingehen.

Zu Beginn der Pressekonferenz drückte Barra ihre Anteilnahme bezüglich des tödlichen Unfalls des Präsidentschaftskandidaten Eduardo Campos von der links-christlichen Partei PSB aus, so der Valor Econômico. Campos war am Mittwoch (13.8.) bei einem Flugzeugabstürz über Santos ums Leben gekommen. (ms)