Minister Gilberto Carvalho gibt zu, dass die Regierung über den geplatzen Zeitplan bei den Bauarbeiten zur WM frustriert ist. / Copyright: Agência Brasil
Minister Gilberto Carvalho gibt zu, dass die Regierung über den geplatzen Zeitplan bei den Bauarbeiten zur WM frustriert ist. / Copyright: Agência Brasil

Minister Gilberto Carvalho gibt zu, dass die Regierung über den geplatzten Zeitplan bei den Bauarbeiten zur WM frustriert ist. / Copyright: Agência Brasil

Der Chef-Minister des Generalsekretariats der Präsidentin, Gilberto Carvalho, beklagt, dass ein Teil der für die WM geplanten Bauarbeiten zur Verbesserung des Verkehrs in der Stadt nicht rechtzeitig zum Beginn der Veranstaltung fertiggestellt werden konnten. Nach einer Erhebung der Nichtregierungsorganisation „Contas Abertas“ (offene Rechnungen) sind nur 51,7 Prozent der Projekte zur Stadtmobilität und von den geplanten Bauarbeiten zur Verbesserung der wichtigsten brasilianischen Flughäfen abgeschlossen worden. Eine Situation, die laut Carvalho selbst, die Regierung frustriert.

Verzögerungen hat es laut des Chef-Ministers gegeben, weil die Projekte zu „ehrgeizig“ gewesen seien – inklusive der Bauarbeiten zur Verbesserung der Infrastruktur für die gesamte Bevölkerung und nicht nur für diejenigen, die die Veranstaltung der Fifa besuchen werden, aber auch wegen Rechts- und Verwaltungsschwierigkeiten.

Unser Traum war es, alle Bauarbeiten fertigzustellen, aber das war aufgrund vieler Gründe nicht möglich. Teilweise lag es an Verspätungen bei Umweltgenehmigungen, Enteignungsverfahren oder sogar Managementschwierigkeiten, sei es von Seiten der Bundesregierung oder den Bundesstaaten und Gemeinden“, erklärte Carvalho.

Der Minister sprach auch über die Kritik an der Höhe der öffentlichen Ausgaben für die WM. Nach der Kalkulation der Bundesregierung wurden rund 25 Milliarden Reais in die Vorbereitungen der Veranstaltung investiert, inklusive der Instandsetzung der Stadien und den Arbeiten an der Infrastruktur. Von dieser Gesamtsumme gingen etwa acht Milliarden Reais an die Stadion, wovon die Bundesstaaten und Gemeinden vier Milliarden Reais aufgebracht haben und die brasilianische Entwicklungsbank BNDES 3,9 Milliarden Reais.

Und wer sich dafür Geld geliehen hat, wird es auch wieder zurückgeben müssen“, sagte Carvalho und will damit garantieren, dass durch die Ausrichtung der WM kein Geld aus anderen Bereichen abgeflossen ist. Laut des Ministers hat die Bundesregierung seit 2010 800 Milliarden Reais in Gesundheit und Bildung gesteckt. „Wir sind überzeugt, dass die Mittel für die WM gut investiert wurden. Es gibt nicht eine Spielstätte, die nicht von dem Ausbau der Flughäfen profitiert hat.“ (ls)