VW bei der Auslieferung seines 15. Milionsten GOL. Nun muss er zurück in die Werkstätten / Copyright Agência Brasil

VW bei der Auslieferung seines 15. Milionsten GOL. Nun muss er zurück in die Werkstätten / Copyright Agência Brasil

VW bei der Auslieferung seines 15 Milionsten GOL. Nun muss er zurück in die Werkstätten / Copyright Agência Brasil

Das Oberste Gericht des südlichsten brasilianischen Bundesstaates, Rio Grande do Sul, verurteilte den Autohersteller Volkswagen dazu, die Modelle Fox, Novo Gol und Voyage der Jahrgänge 2009/10 sämtlich in die Vertragswerkstätten zurückzurufen. Grund ist die vorzeitige Abnutzung des Motors in Folge eines bestimmten Motorenöls, das in Brasilien verwendet wird. Dies könne die Motoren nachhaltig schädigen. Betroffen sind rund 400.000 Autos, deren Motoren jetzt umgetauscht werden könnten.

Das Innenministerium von Rio Grande do Sul hatte die Maßnahme bereits am 3. Januar 2013 verfügt, doch musste diese noch vom Gericht bestätigt werden. Die Strafe wurde auf täglich 10.000 Reais (ca. 3.700 Euro) festgelegt, wenn Volkswagen die Öffentlichkeit nicht mittels Anzeigen in den größten Medien des Landes informiere. Bis zu zwei Millionen Reais (ca. 740.000 Euro) lautet das Strafmaß, falls VW die Umtauschaktion nicht durchführen sollte. Seitens Volkswagen hieß es, dass das Unternehmen noch nicht offiziell von der Entscheidung unterrichtet wurde.

Wie VW Brasilien weiter mitteilte, sei das Problem bereits 2009 bekannt gewesen. Das Unternehmen hatte damals die betreffenden Stellen, das Innenministerium (Ministério Público) und das Verbraucherschutzbüro (Departamento de Proteção e Defesa do Consumidor) des jeweiligen Bundesstaates über das Problem unterrrichtet und bekanntgegeben, dass die VW-Vertragsstätten das Motorenöl umtauschen würden. Bis auf den Bundesstaat Rio Grande do Sul hätten sich alle mit der Lösung einverstanden gefunden. (ms)