Internetfähige Smartphones sollen auch für Geringverdiener erschwinglich werden / Copyright: Wikimedia by Beth Kanter

Internetfähige Smartphones sollen auch für Geringverdiener erschwinglich werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons, B. Kanter

Das brasilianische Kommunikationsministerium erarbeitet momentan eine Strategie, um die Preise von Smartphones durch eine Steuerbefreiung oder -reduzierung zu senken. Die Initiative wurde gestartet, nachdem Umfragen ergeben hatten, dass sich der Besitz von internetfähigen Mobiltelefonen zu einem Konsumwunsch unterhalb der Einkommensklasse Klasse C (Soziale Schicht mit zwischen 1.000 und 4.000 Reais, etwa 420 bis 1.680 Euro Monatseinkommen) entwickelt habe.

Zur Zeit gibt es rund 58 Millionen Internetzugänge (via Fixanschluss oder Mobiltelefon) in Brasilien. Von insgesamt 236 Millionen aktiv genutzten Mobiltelefonen im Land, verfügen etwa 36 Millionen von ihnen über einen Zugang zum Internet. Nur 44 Prozent der Klasse C und nur 17 Prozent der Klassen D und E haben Zugang zum Internet und nutzen dessen Informationsangebot.

Geringere Anschaffungskosten sollen den Verkauf der Apparate anregen, um somit auch den ärmeren Einkommensschichten den Zugang zu Informationen aus dem Internet zu erleichtern. Dabei solle es sich ausschließlich um Mobiltelefongeräte, die in Brasilien hergestellt werden, handeln.

Ziel ist es, die Herabsetzung der besteuerten Produkte von den bisher 29 Prozent auf 25 Prozent zu erreichen. Es besteht die Möglichkeit, das Smartphone in das „Gesetz des Guten“ (Lei do Bem), einem Gesetz zur Förderung von Innovationen, aufzunehmen. Ein Gesetz das bestimmte Produkte zum Beispiel von ihrer Industrieproduktsteuer befreit oder in manchen Fällen reduziert. (jv)