Finanzminister Guido Mantega / Copyright: Agência Brasil

Finanzminister Guido Mantega / Copyright: Agência Brasil

Die Erweiterung des Programms für Mikrokredite für Kleinunternehmer wird den Zugang zu Krediten in Brasilien vereinfachen, teilte gestern (24.08.) der brasilianische Finanzminister Guido Mantega bei der Veröffentlichung des „Wachstumsprogramms“ (Programa Crescer) mit. Diese Möglichkeit werde Einkommen erhöhen und Arbeitsplätze schaffen. Die Mikrokredite könnten begünstigen, dass Kleinunternehmer aus staatlichen Programmen wie zum Beispiel dem Sozialprogramm Bolsa Família („Familienstipendium“) herausfallen.

Unternehmen hätten so Zugang zu Mikrokrediten, die der Entwicklung ihrer Firmen zugutekämen. Vom Wachstumsprogramm können Selbständige mit einem maximalen jährlichen Einkommen von 60.000 R$ und Kleinunternehmen mit maximal 120.000 R$ profitieren.

Um den Kreditnehmern geringere Zinsen zu ermöglichen, werde der Staatshaushalt (Tesouro Nacional) einen Anteil der Zinsen an die Banken zahlen, die Mikrokredite in ihr Programm mit aufgenommen haben. Aus diesem Grund wurde eine provisorische Maßnahme (Medida Provisória) seitens der Regierung geschaffen.

Zunächst werden sich nur die staatlichen Banken am Wachstumsprogramm beteiligen, wie die Banco da Amazônia, die Banco do Nordeste, die Banco do Brasil und die Caixa Econômica Federal. Mantega hoffe jedoch, dass bald auch private Banken diesem Programm beitreten. (ds)