Gesundheitsministerium und Facebook für Organspende

31.07.2012 | Politik |
Der brasilianische Gesundheitsminister Padilha und der Vizepräsident von Facebook Lateinamerika Alexande Hohagen / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Gesundheitsminister Alexandre Padilha und der Vizepräsident von Facebook Lateinamerika Alexandre Hohagen / Copyright: Agência Brasil

Das brasilianische Gesundheitsministerium (Ministério da Saúde) und das soziale Netzwerk Facebook wollen durch eine gemeinsame Partnerschaft die Anzahl an Organspendern in Brasilien erhöhen. In den Profilen der brasilianischen Facebook-Nutzern kann nun angegeben werden, ob man generell bereit wäre, Organspender zu werden.

Der Gesundheitsminister Alexandre Padilha erklärte, dass man durch die gemeinsame Arbeit mir Facebook den Dialog mit der brasilianischen Bevölkerung über das Thema Organspende forcieren wolle. Von 80 Millionen Brasilianern, die das Internet nutzen, besitzen mindestens 40 Millionen ein Profil bei Facebook. Besonders jungen Leuten wolle man das Thema so näher bringen.

Die Präsenz des Themas in einem so stark frequentierten sozialen Netzwerk wie Facebook führe dazu, dass jeder einzelne Nutzer eine Entscheidung zu einem möglichen Organspendenausweis ermöglicht werde, so Padilha. Durch einen Klick könnten Formulare angefordert werden.

Der Besuch der Informationsseiten über Organspende bei Facebook werde im Profil des Nutzers angegeben und erreiche so wiederum die Aufmerksamkeit seines Netzwerkes, welches aus Freunden und Familienangehörigen bestehe, erläutert Alexandre Hohagen, der Vice-President von Facebook Lateinamerika. Um letztendlich zum Organspender zu werden, sei eine Zustimmung der Familie sehr wichtig, betont Hohagen. In dem Moment, in dem der Nutzer sich über Organspende informiert und dies von Familienangehörigen registriert wird, könne eine Diskussion über das Thema entstehen.

Die Partnerschaft ersetze nicht den formellen Weg der Registrierung aber führe zumindest dazu, das eine Auseinandersetzung mit dem Thema Organspende stattfindet, so Hohagen. (sg)


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