Die Herkunft spielt bei der Bildungsungleichheit eine große Rolle / Copyright: Wikimedia Creative Commons
Auch in diesem Jahr will Brasilien verstärkt in die Gesundheit der Kinder investieren / Copyright: Wikimedia Creative Commons

Auch in diesem Jahr will Brasilien verstärkt in die Gesundheit der Kinder investieren / Copyright: Wikimedia Creative Commons

Der brasilianische Gesundheitsminister Alexandre Padilha gab gestern (11.03.) den Startschuss für die diesjährigen Aktivitäten im Rahmen eines Gesundheitsprogramms an Brasiliens Schulen. In Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium (Ministério da Educação) wurden im letzten Jahr bereits mehr als sieben Millionen Schüler in über 1.400 Gemeinden medizinisch versorgt.

Den Veranstaltern geht es vor allem um grundmedizinische Versorgung wie beispielsweise Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen. Doch auch nach Abschluss des Programms werden die Kinder langfristig betreut.

Zu den gängigen Untersuchungen gehören Hör- und Sehtests. Im Falle einer Schwerhörigkeit oder Sehschwäche wird der Staat ein Hörgerät oder eine Brille finanzieren. Über die Untersuchungen hinaus werden die Schüler auch darin unterrichtet, wie sie die Zähne richtig pflegen und auch die Eltern können Vorträge zu gesunder und kindgerechter Ernährung besuchen.

In diesem Jahr will das Gesundheitsministerium das Pensum erhöhen und innerhalb einer Woche in rund 2.300 Gemeinden mehr als 14 Millionen Schüler versorgen. Diesmal sollen auch Vorschüler und Kindergartenkinder an dem Programm teilnehmen können. Im letzten Jahr betrugen die Kosten des Programms 4,1 Millionen Reais (rund 1,6 Millionen Euro). In diesem Jahr wird die Regierung den Etat auf zehn Millionen Reais (rund 3,9 Millionen Euro) aufstocken.

Der Gouverneur Agnelo Queiroz erklärte, dass die Gesundheit das wichtigste Gut sei und dass die Regierung mit der Finanzierung und Durchführung dieses Programms in eine gesunde Bevölkerung investiere. (sg)