Ursprünglich wollte die Regierung das Gesundheitsbuget um 3,8 Mrd. Reais kürzen. / Copyright: Wikimedia Commons, Manu Dias / AGECOM

Nach einer langen Verhandlungsnacht hat die Haushaltskommission (CMO) entschieden, dem Gesundheitssektor im kommenden Jahr ein zusätzliches Budget von 7,3 Milliarden Reais zukommen zu lassen. Dabei wurde die Mittelzuteilung laut einem Bericht des Abgeordneten und Berichterstatters des Gesundheitssektors João Arruda (PMDB) nur noch einmal überarbeitet, nachdem die Fraktion der PMDB gedroht hatte, dem Haushaltsentwurf für das kommende Jahr sonst nicht zu zu stimmen.

In den vergangenen Wochen hatte sich Arruda besonders dafür eingesetzt, um die anderen Parlamentarier der Kommission davon zu überzeugen, die Gelder für die Gesundheitsbranche zu erhöhen, wie die brasilianische Nachrichtenagentur Agência Brasil schreibt. Bislang lag das Budget bei 100,2 Milliarden Reais.

Bei der Vorstellung des für das kommende Jahr zunächst geplante Gesundheitsbudget hatte der Abgeordnete davor gewarnt, dass der Sektor aufgrund des „schlanken“ Budgets leiden werde, mit dem Risiko in der zweiten Jahreshälfte 2016 sogar zu stagnieren. „Wir haben uns zu einem großen Schritt innerhalb der Fraktion entschieden, aber dadurch haben wir es geschafft, dass es keine Mittelkürzung von 3,8 Milliarden Reais geben wird, wie von der Regierung vorgeschlagen“, so Arruda. Jetzt komme es nur noch auf die Zusage der Regierung an, nicht gegen die Erhöhung zu stimmen. (ls)

Quelle: Agência Brasil