Gesundheitsminister Alexandre Padilha über die neuen Arbeitsstellen für Ärzte / Copyright: Agência Brasil
Gesundheitsminister Alexandre Padilha über die neuen Arbeitsstellen für Ärzte / Copyright: Agência Brasil

Gesundheitsminister Alexandre Padilha über die neuen Arbeitsstellen für Ärzte / Copyright: Agência Brasil

Das brasilianische Gesundheitsministerium informierte gestern (25.06.) darüber, dass bis 2015 35.000 Arbeitsplätze für Ärzte im Rahmen des öffentlichen Gesundheitssystems SUS (Sistema Único de Saúde) entstehen sollen. Das Ministerium wird für dieses Vorhaben finanzielle Unterstützung leisten. Die Anzahl der Stellen kann mit der Beteiligung der Bundesstaaten und Gemeinden erhöht werden, damit die ärztliche Betreuung in Brasilien landesweit verbessert wird.

Laut Angaben des Gesundheitsministers Alexandre Padilha sei es nötig, dass mehr Ärzte im Land ausgebildet werden, um diese Arbeitsplätze zu besetzen. Als Alternative nannte der Minister die Einstellung von Fachkräften aus dem Ausland. „Brasilien braucht mehr Ärzte, vor allem auch spezialisierte Fachkräfte wie Kinderärzte, Psychiater und Anästhesisten.“ Dafür sollen bis 2017 weitere 12.000 Stellen zu Weiterbildungszwecken eröffnet werden.

Padilha sprach außerdem über das Ärzteprogramm PROVAB für medizinische Grundversorgung (Programa de Valorização do Profissional da Atenção Básica). Durch das Programm werden Ärzte gefördert, die von den Großstädten in das Landesinnere gehen. 3.500 Ärzte beteiligen sich derzeit am Programm. Davon engagieren sich 39 Prozent in den Vororten der Bundeshauptstädte und in städtischen Regionen, 28 Prozent in ländlichen Gebieten und Orten mit geringer bis hoher Armutsquote, zehn Prozent in Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern und 22 Prozent in Vororten der Städte des Landesinneren.

Im Rahmen des Programms werden weitere 1.000 Krankenschwestern und 500 Zahnärzte gesucht. Die Krankenschwestern sollen vor allem in den Bundeshauptstädten und städtischen Regionen mit mehr als 100.000 Einwohnern arbeiten. Die Zahnärzte werden in den Gebieten mit mittlerer und hoher Armutsquote sowie auf dem Land eingesetzt. (ds)