Durch die Entdeckung neuer Öl- und Gasfelder steigt die Nachfrage nach Geologen und Ingenieuren / Copryright: Wikimedia Creative Commons, Divulgação Petrobras
Durch die Entdeckung neuer Öl- und Gasfelder steigt die Nachfrage nach Geologen und Ingenieuren / Copryright: Wikimedia Creative Commons, Divulgação Petrobras

Durch die Entdeckung neuer Öl- und Gasfelder steigt die Nachfrage nach Geologen und Ingenieuren / Copryright: Wikimedia Creative Commons, Divulgação Petrobras

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff äußerte sich gestern (27.11.) in der wöchentlichen Kolumne „Gespräch mit der Präsidentin“ (Conversa com a Presidenta) über die verantwortungsbewusste Nutzung der Gewinne aus dem Erdölgeschäft: „Wenn wir diese finanziellen Mittel bewusst einsetzen, kann sich Brasilien in ein viel besser entwickeltes Land verwandeln, mit mehr Möglichkeiten für die gesamte Bevölkerung.“

Rousseff schätzte außerdem die Erdölvorkommen des sogenannten Pré-Sal, einer Schicht an der Küste Brasiliens, als besonders reich, ertragsbringend und mit großem Potenzial ein. Hierbei sollen gewaltige Erdölvorkommen in der Tiefsee vorhanden sein, die teilweise unter einer bis zu mehreren Kilometer dicken Salz- und Gesteinsschicht in der Erde liegen. Durch den Abbau dieser Schicht wird es eine verstärkte Nachfrage an Aufträgen sowie Dienstleistungen geben und es werden neue Geschäftsmöglichkeiten und Arbeitsplätze geschaffen. Zurzeit würde man aus der Pré-Sal-Schicht in Santos und Campos bereits 200.000 Barrel pro Tag produzieren, was zehn Prozent der gesamten Erdölproduktion in Brasilien ausmache. Bis 2016 solle die Exploration dieser Schicht ca. 31 Prozent Anteil einnehmen. Das Vorhaben wird vor allem durch die Investitionen des brasilianischen Erdölunternehmens Petrobras in Zusammenarbeit mit anderen Firmen, die im Land ansässig sind, möglich gemacht.

Die Änderung des Gesetzes zur Verteilung der Gewinne aus dem Erdölgeschäft (royalties) wurde am 06.11. vom Abgeordnetenhaus verabschiedet. Die Präsidentin hat nun bis zum Freitag (30.11.) Zeit, um diesen Gesetzesentwurf zu genehmigen oder Veto einzureichen. Auch wenn die Neuverteilung für die meisten Bundesstaaten Brasiliens große Vorteile mit sich bringt, müssen die Hauptproduzenten Rio de Janeiro und Espírito Santo mit starken Einbußen kämpfen. In Rio de Janeiro fanden deshalb bereits Proteste gegen das Gesetz statt, wie gestern bei BrasilNews berichtet. (ds)