Der Getränkehersteller AmBev steigerte während der WM seinen Bierumsatz um 5,2 Prozent. Federführend durch Marken wie Skol oder Brahma. / Copyright: WikiCommons Adrian Michael
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Der Getränkehersteller AmBev steigerte während der WM seinen Bierumsatz um 5,2 Prozent. Federführend durch Marken wie Skol oder Brahma. / Copyright: Wikimedia Commons, Adrian Michael

Die Fußball-Weltmeisterschaft vom vergangenen Juni und Juli hat dem Getränkehandel Umsatz- und Gewinnrekorde beschert. Wie der größte Getränkefabrikant in Lateinamerika AmBev (American Beverage Company) bekannt gab, ist der Reingewinn des Unternehmens im zweiten Quartal auf 2,17 Milliarden Reais (circa 720 Millionen Euro) gestiegen. Dies sind laut Unternehmensangaben rund 89 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. AmBev steht in Brasilien unter anderem für die Biermarken Brahma, Skol oder Bohemia.

Der Gewinn ist laut Zeitungsbericht insbesondere durch zwei Faktoren gesteigert worden. Zum einen hätte eine bedeutend geringere Steuerlast zu dem Ergebnis geführt. Zum anderen führte die Austragung der Fußball-WM zu einer Umsatzsteigerung von acht Prozent auf 18,8 Milliarden Reais (circa 6,3 Milliarden Euro), wie die Zeitung Valor Econômico (31.07.) berichtet. Das Gesamtvolumen des Verkaufs ist auf 39,3 Millionen Hektoliter gestiegen – eine Steigerung von 5,4 Prozent. Dies bedeutet, dass nicht nur das Volumen, sondern auch die Verkaufspreise erheblich gestiegen sind.

Als führender brasilianischer Bierproduzent mit Marken wie Brahma, Skol oder Bohemia verkaufte der Konzern im Zeitraum April bis Juni 28,6 Millionen Hektoliter Bier, was einem Anstieg von 5,2 Prozent entspricht. Bei den nicht alkoholischen Getränken steigerte sich der Verkauf um 5,8 Prozent auf 10,7 Millionen Hektoliter in dem Quartal. Die Kosten des Unternehmens stiegen im gleichen Zeitraum um 14 Prozent auf 3,04 Milliarden Reais (rund 1 Milliarde Euro), während der Gewinn vor Abzug von Steuern, Zinsen und Abschreibungen um 2,7 Prozent auf 3,23 Milliarden Reais (etwa 1,07 Mrd. Euro) anstieg.

AmBev ist aktuell nach Marktwert das größte an der Börse São Paulo (BM&FBovespa) gelistete Unternehmen. Der Konzern fusionierte 2004 mit der belgische Interbrew zum Konzern InBev, der wiederum 2008 mit dem US-amerikanischen Anheuser-Busch zum marktführenden Konzern Anheuser-Busch InBev fusionierte, unter dem Marken wie Budweiser, Beck´s oder Stella Artois laufen.  (ms)