Dilma Rousseff und Barack Obama trafen Anfang der Woche in Washington zu Gesprächen zusammen. / Copyrigth: Agência Brasil Washington - EUA, 30/06/2015. Presidenta Dilma Rousseff durante
Declaração à imprensa

com o presidente dos Estados Unidos da América, Barack Obama. Foto: Roberto Stuckert Filho/PR

Bei dem mehrtätigen Besuch der Präsidentin Dilma Rousseff Anfang der Woche in Washington vereinbarten die Staatschefs der USA und Brasiliens mehrere Abkommen zu den Bereichen Klimaschutz, der Abwehr von Terrorismus sowie der Bekämpfung von Armut. Konkrete Beschlüsse hat es jedoch nicht gegeben. In ihrer Abschlusserklärung am Dienstag (30.06.) unterstrichen beide ihre „exzellenten Beziehungen“. Medienberichten zufolge bezeichnete Obama Brasilien als einen wichtigen Partner von nicht nur regionaler, sondern globaler Führungsrolle.

Angesprochen auf Brasiliens zukünftige Bedeutung betonte US-Präsident Barack Obama, dass Brasilien eine „wichtige Weltmacht“ sei. Anstehende weltweite Verhandlungen zu bedeutenden Aufgaben wie der Wirtschaft, dem Klima oder der Bekämpfung des Terrorismus könnten nur gelingen, wenn Brasilien beteiligt sei. Insbesondere in den Verhandlungen der G-20 trage Brasilien eine herausragende Rolle. Obama hegt vollstes Vertrauen in die brasilianische Regierungschefin, so die Nachrichtenagentur Agência Brasil.

Zuvor unterzeichneten beide Länder ein bilaterales Abkommen im Energiebereich. Demnach verpflichten sich beide Länder den Anteil erneuerbarer Energien grundsätzlich zu erhöhen. Beide wollen so ihren Klimaschutzzielen näherkommen. Laut Obama seien die USA bei globalen Fragen wie der Überwindung von Hunger und Armut auf Partner angewiesen. Brasilien sei einer von ihnen, so der US-Präsident gegenüber der Presse.

Zu einer Wiederannäherung beider Regierungen war es erst Anfang des Jahres gekommen, nachdem 2013 bekannt geworden war, dass die NSA auch das Handy der brasilianischen Präsidentin abgehört hatte. Erste Schritte der Zusammenarbeit waren dann auf dem 7. Amerika-Gipfel im April in Panama zwischen beiden Staatschefs vereinbart worden (BrasilNews berichtete, 13.4.15). (ms)

Quelle: Agência Brasil