Dilma Rouseff und Angela Merkel bei ihrem Gipfetreffen am Sonntag (15.6.) in /Copyright: Agência Brasil
Dilma Rouseff und Angela Merkel bei ihrem Gipfetreffen am Sonntag (15.6.) in /Copyright: Agência Brasil

Dilma Rouseff und Angela Merkel bei ihrem Gipfetreffen am Sonntag (15.6.) in der Hauptstadt Brasília. /Copyright: Agência Brasil

Auf einem Spitzentreffen am vergangenen Sonntag (15.6.) besprachen Angela Merkel und Dilma Rousseff die weitere Vertiefung der Beziehungen zwischen der EU und dem Mercosur. Zudem diskutierten die Regierungschefinnen über den Schutz der Privatsphäre im Internet. Die Beziehung beider Länder bezeichneten sie als „strategische Partnerschaft“.

Ziel des Treffens war es weitere Wege auszuloten, um die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu intensivieren. Wie die brasilianische Nachrichtenagentur Agência Brasil berichtet, soll vor allem die Wirtschaft der Länder für Unternehmen des Partnerlandes weiter geöffnet werden. „Wir diskutierten sehr gewichtige Fragestellungen, um unsere Wirtschaften zu fördern und breiter aufzustellen“, wie Rousseff sagte. Es gebe viel Raum, die Handelsbeziehungen und Investitionen auszubauen. Rousseff unterstrich dies damit, dass Deutschland Brasiliens bedeutendster Partner in Europa und der viertwichtigste weltweit sei.

Des Weiteren gebe es „Entschlossenheit seitens Brasiliens und des Mercosur, um mit den Verhandlungen mit der EU zum Ausbau des Handels fortzufahren“, so die brasilianische Präsidentin. Insbesondere im Automobil- und Chemiesektor, sowie im Energiebereich gebe es bereits starke Beziehungen. Brasilien ist innerhalb des Mercosur die treibende Kraft zum Ausbau der Beziehungen mit Europa. Dem Land ist viel daran gelegen, Zölle abzubauen (BrasilNews berichtete, 9.5.14).

Dilma Rousseff lobte den deutschen Beitrag auf einem letzten internationalen Treffen in São Paulo, bei dem es um den Schutz und die Freiheit des Internets ging. Zwischen beiden Ländern gebe es auch hier eine besondere Partnerschaft.

Angela Merkel erklärte, dass das Treffen für einen offenen Ideenaustausch wichtig war. „Wir sind strategische Partner“, betonte Merkel. „Wir haben 1.300 wirtschaftlich aktive Unternehmen in Brasilien und wünschen, dass noch mehr deutsche Unternehmen investieren. Im Bereich der doppelten Besteuerung gebe es noch einiges zu tun. Und hier kann Deutschland etwas zur Verbesserung beitragen“, versprach die deutsche Kanzlerin. (ms)