Der Einzelhandel in den Scwellenländern verspricht mit die größten Wachstum und Gewinne.Copyright: Courtesy Cia. Hering
Der Einzelhandel in den Scwellenländern verspricht mit die größten Wachstum und Gewinne.Copyright: Courtesy Cia. Hering

Der Einzelhandel in den Schwellenländern verspricht mit den größten Wachstum und Gewinn. Hier das brasilianische Kleidungsunternehmen Hering aus Blumenau / Copyright: Courtesy Cia. Hering

Die Aktienunternehmen aus den Schwellernländern schütteten zuletzt den größten Gewinnanteil für Aktien aus. Das brasilianische Einzelhandelsunternehmen, Hering, belegte weltweit den dritten Platz. Seine Aktienhalter können die drittgrößte Beteiligung am Unternehmensgewinn erwarten. Das Getränkeunternehmen Ambev mit Sitz in Brasilien kam sogar auf den zweiten Platz des Ranking, wenn nur die Unternehmen mit einem Marktwert von über 50 Milliarden US-Dollar berücksichtigt werden.

Die Zahlen gehen auf eine Studie der Boston Consulting Group (BCG) zurück, die vergangene Woche vorgestellt wurde. Die BCG verglich darin die Ausschüttung des Gewinns zwischen 2008 und 2012 von weltweit 1.616 Aktienunternehmen. Von den zehn Konzernen, die die vergleichsweise größte Ausschüttung genehmigten, stammten sechs aus Schwellenländern. Noch vor der brasilianischen Hering kommt ein Unternehmen aus Südkorea. Auf den folgenden Plätzen findet sich ein Konzern aus Kanada und es folgen zwei aus Thailand, zwei von den Philippinen, eins aus Russland sowie Hongkong.

Wie die brasilianische Tageszeitung Valor in ihrer Ausgabe vom Freitag (06.12.) zitiert, begründet der Geschäftsführer der BCG, Hady Farag, den hohen Anteil der Schwellenländer damit, dass die Wachstumsraten in den Schwellenländern substantiell größer seien als die in den entwickelten Staaten.

Für Überraschung sorgte die große Anzahl von Aktienunternehmen aus der Konsum- und Einzelhandelsbranche, wie der Valor schreibt. Für Farag begründe sich sich das durch den Aufstieg von bestimmten Einkommensgruppen. In vielen Schwellenländern hätte sich in den letzten Jahren eine neue konsumorientierte Schicht herausbilden können. Davon profitierten vor allem Unternehmen wie der Bierhersteller Ambev oder das Bekleidungsunternehmen Hering. (ms)