Die Landwirte der Region sind bereits besorgt. / Copyright: Agência Brasil

Der größte Stausee im Nordosten Brasiliens, der Damm von Sobradinho, erlebt derzeit die größte Dürre seiner Geschichte, was sich auch auf die Energieerzeugung und die Versorgung der Städte in der Region auswirkt. Die Landwirte, die vom Wasser aus dem Stausee abhängig sind, zeigen sich bereits beunruhigt. Am Montag (16.11) lag das Niveau bei 2,5 Prozent seines Volumens, Tendenz weiter sinkend. Am 10. November beispielsweise betrug es noch 2,9 Prozent.

„Der Damm von Sobradinho wird für alles eingesetzt. Unser größtes Anliegen war es immer, dass wir mit dem Wasser aus dem Reservoir alle Anforderungen so lange wie möglich bedienen können. Aber heute sind wir vom Regen abhängig“, sagte der Direktor des Unternehmens für Wasserkraft von São Francisco (Chesf), José Aílton de Lima.

Laut den Prognosen wird der Stausee zwischen Ende November und Anfang Dezember das Totvolumen erreichen. Das würde den totalen Stillstand der Energieerzeugung über die Wasserkraftwerke bedeuten. Eingeweiht wurde der Damm 1979 mit einer Kapazität von 34,1 Milliarden Kubikmetern. Diese Kapazität entspricht 58 Prozent des Wassers, das in der gesamten Region zur Energieerzeugung verwendet wird.

Nach Angaben des Stromnetzbetreibers ONS gibt es allerdings keine Gefahr einer Rationierung, da man alternative Energiequellen nutzen und aus anderen Regionen Strom beziehen könne. (ls)

Quelle: Agência Brasil