Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff bei der Bekanntgabe neuer Maßnahmen für das Programm „Brasilien ohne Elend“ / Copyright: Agência Brasil
Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff bei der Bekanntgabe neuer Maßnahmen für das Programm „Brasilien ohne Elend“ / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff bei der Bekanntgabe neuer Maßnahmen für das Programm „Brasilien ohne Elend“ / Copyright: Agência Brasil

Gestern (19.02.) kündigte die brasilianische Regierung eine erneute Erhöhung der finanziellen Mittel für das Hilfsprogramm „Brasilien ohne Elend“ (Brasil sem Miséria) an. Damit erhalten ca. 2,5 Millionen Menschen, die im Sozialprogramm Bolsa Família registriert sind, finanzielle Hilfe. Ihnen kann so aus der extremen Armut geholfen werden. Ab März können diese Familien die Gelder beziehen. Damit erreicht die brasilianische Regierung, dass von allen Registrierten keiner mehr in extremer Armut leben muss.

Die Zahlen sprechen für sich, denn mit dieser neuen Hilfe, konnten seit 2011 bereits 22 Millionen Menschen unterstützt werden. Laut des Ministeriums für soziale Entwicklung investiere die brasilianische Regierung in diesem Jahr 770 Millionen Reais (ca. 293,5 Millionen Euro) in das Programm und erhöht das Budget der Bolsa Família 2013 auf 24 Milliarden Reais.

Man schätze allerdings, dass neben den registrierten Personen noch weitere 700.000 Familien Hilfe benötigen würden, diese müssten aber erst aufgespürt werden. Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hatte in der Vergangenheit mehrfach in Reden darauf hingewiesen, wie wichtig die Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern sei, um auch diese Familien ausfindig zu machen und sie bis 2014 aus der extremen Armut zu befreien.

Weitere Maßnahmen der Präsidentin waren die Herausgabe des Programms Brasil Carinhoso („Bedürftiges Brasilien“) im vergangenen Jahr. Damit werden die Familiengehälter bei Familien mit Kindern bis zu sechs Jahren aufgestockt. Am Ende des Jahres 2012 wurde diese Unterstützung auf Familien mit Kindern bis 15 Jahren erweitert, damit zusätzlich 16,4 Millionen Menschen die Lohngrenze von 70 Reais monatlich überschreiten.

Für die Regierung würde die Registrierung der Personen bei Hilfsprogrammen vor allem auch zeigen, welche Bedürfnisse die ärmsten Bevölkerungsschichten in Brasilien haben. So könnten gezielt die öffentlichen Dienstleistungen ausgebaut werden, wie zum Beispiel das öffentliche Bildungssystem. (ds)