Brasilien will die Kampagne „Grüner Pass“ der UNEP bei der Fußball-WM 2014 anwenden / Copyright: UNEP

Brasilien will die Kampagne „Grüner Pass“ der UNEP bei der Fußball-WM 2014 anwenden / Copyright: UNEP

Die brasilianische Regierung möchte die Unterstützung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (United Nations Environment Programme, kurz: UNEP) in Anspruch nehmen und damit die Kampagne „Grüner Pass“ bei der Fußball-WM2014 anwenden. Dazu trafen sich gestern (09.10.) Repräsentanten der Vereinten Nationen mit Vertretern des brasilianischen Umweltministeriums, um Strategien zur Zusammenarbeit zu entwickeln.

Die Kampagne „Grüner Pass“ ist eine Initiative der französischen Regierung mit dem Ziel, die nachhaltige Entwicklung des Tourismus weltweit zu stimulieren. Hierbei sollen Touristen zu einem verantwortlichen Konsum motiviert werden, da diese durch ihr Handeln zum Erhalt der Umwelt und zur Verbesserung der Lebensqualität der Personen der Reisezielländer beitragen können. In Brasilien fand die Kampagne bereits Anwendung, um Umweltinitiativen zu verbreiten und die negativen Auswirkungen des Tourismus auf die Umwelt zu reduzieren.

Die Kampagne könne nun auch als Anreiz dazu dienen, dass Fans und Teilnehmer der Fußball-WM sich in den brasilianischen Gastgeberstädten nachhaltig verhalten. Laut Cláudio Langone, Koordinator des Verbandes für Umwelt und Nachhaltigkeit für die Fußball-WM 2014, würde derzeit nach Möglichkeiten gesucht, wie man die nachhaltigen Maßnahmen in den Städten den Besuchern näherbringen könne.

Auch beim Bau der zwölf Arenen in den Gastgeberstädten werden umweltfreundliche Methoden gewählt, wie zum Beispiel die Verwendung von Energiesparlampen, die Verwendung von Regenwasser für Bewässerung sowie zertifiziertes Baumaterial (Hölzer, Farben).

Trotz verschiedener nachhaltiger Initiativen seien dennoch nicht alle Bereiche abgedeckt. So würden beispielweise die Fragen nach der Messung des Kohlendioxidausstoßes und Maßnahmen für naturgeschützte Gebiete in der Nähe der Gastgeberstädte noch offenstehen.

Langone zeigte sich allerdings positiv gestimmt, da man rechtzeitig mit der Arbeit für nachhaltige Entwicklung begonnen hätte. (ds)