Der Präsident Haitis, Michel Martelly / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, World Economic Forum

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Der Präsident Haitis, Michel Martelly, bat die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff schriftlich um Unterstützung zur Aufrechterhaltung der Friedenstruppen im Land, damit die politische und wirtschaftliche Stabilität gewährleistet wird.

Vor einigen Monaten wurde von den Vereinten Nationen entschieden, dass sich die Friedenstruppen der UN Stück für Stück zurückziehen sollen. Martelly forderte Rousseff dazu auf, noch einmal mit den Vereinten Nationen zu verhandeln, denn die Situation Haitis hätte auch Auswirkungen auf die benachbarten karibischen Länder. Haiti bräuchte noch etwas Zeit, die ausländischen Truppen durch einheimische zu ersetzen. Dieses Vorhaben befände sich derzeit in der Vorbereitung. Des Weiteren befinde sich das Land gerade kurz vor den Kommunalwahlen und den Wahlen für den Senat, durch die ein Drittel des Parlaments neu zusammengestellt wird.

In seinem Schreiben sprach der Präsident auch über die Projekte, in denen die Länder Haiti und Brasilien zusammenarbeiten, wie zum Beispiel in der Landwirtschaft und beim Bau eines Staudamms des Wasserkraftwerkes Artibonite 4C mit Unterstützung der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB). Auch bedankte sich Martelly für das bisherige Engagement seitens Brasiliens.

Haiti ist eines der ärmsten amerikanischen Länder und hatte in der Vergangenheit mehrfach mit Naturkatastrophen zu kämpfen, im Januar 2012 mit dem Erdbeben und kürzlich auch mit dem Hurrikan Sandy. Des Weiteren gibt es immer wieder Probleme mit der Kriminalität im Land. Seit dem Jahr 2000 sind die Truppen der UN vor Ort, um die Stabilität wiederherzustellen. (ds)