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Der Handelsverband von Rio de Janeiro ist angesichts der hohen Inflation vor allem um die Situation von Mikro- und Kleinunternehmen besorgt. / Copyright: Agência Brasil

Der Handelsverband von Rio de Janeiro ist angesichts der hohen Inflation vor allem um die Situation von Mikro- und Kleinunternehmen besorgt. / Copyright: Agência Brasil

Die Inflation, die im Februar bei einer Rate von 7,7 Prozent akkumuliert auf die zurückliegenden zwölf Monate lag, wirkt sich zunehmend auf den Handel aus. Zu diesem Ergebnis kommt der Geschäftsführer des Handelsverbands von Rio de Janeiro Fecomércio-RJ, Christan Travassos, der vor allem einen Effekt auf die Erhaltung von Arbeitsplätzen sieht. Er glaubt, dass die Situation alarmierend ist. In 2013 und 2014, als die wirtschaftliche Situation vor allem die Industrie und die Agrarwirtschaft beeinflusst hatte, habe der Handel aufatmen können aufgrund von erhöhten Löhnen und einer geringen Arbeitslosigkeit.

In 2012 verzeichnete der Handel ein Plus von acht Prozent, 2013 lag der Zuwachs bei vier Prozent und 2013 bei 2,2 Prozent. Da in diesem Jahr die eröhten Löhne und die niedrige Arbeitslosigkeit wegfallen würden, geht Travassos davon aus, dass der Handel in diesem Jahr keinen Zuwachs erleben wird. „Oder es kommt sogar zu einem Rückgang.“

Ihm zufolge macht sich die Erhöhung des Dollarkurses bereits in höheren Preisen im Handel bemerkbar. Der Anstieg wird begleitet von weiterem Druck auf die Inflation vonseiten der Energie, des Kraftstoffs, den Preisen für Dienstleistungen und Lebensmittel. Vor allem Mikro- und Kleinunternehmen seien von der Situation betroffen.

Silvana Dias, verantwortlich für ein Mikrounternehmen für Möbel und Dekoration in Lapa, bestätigt, dass die Inflation ihr Geschäft negativ beeinflusst. „Der Umsatz sinkt bereits, etwa um 70 Prozent. Normalerweise mache ich jeden Tag Umsatz, aber jetzt gibt es Tage, an denen ich gar nichts verkaufe. Sie bleibe allerdings optimistisch. „Ich glaube, dass es wieder besser wird.“ (ls)

Quelle: Agência Brasil