Landwirtschaftsminister Jorge Mendes Ribeiro / Copyright: Agência Brasil

Landwirtschaftsminister Jorge Mendes Ribeiro / Copyright: Agência Brasil

Die Landwirtschaftsminister Brasiliens und Argentiniens haben am Freitag (16.03.) Mechanismen für das Ende ihrer Handelsauseinandersetzugen aufgestellt, die durch die Entscheidung Argentiniens hervorgerufen wurden, die Einfuhr von brasilianischem Schweinefleisch zu erschweren. Die Minister einigten sich auf ein Quotensystem für brasilianisches Schweinefleisch und argentinischen Reis.

In der Versammlung untersuchten die Minister Jorge Mendes Ribeiro (Brasilien) und Norberto Yahuar (Argentinien) die Handelsbilanz der beiden Länder bei landwirtschaftlichen Produkten. Hierbei konnte ein Handelsüberschuss für Argentinien festgestellt werden. Das Land exportierte 2011 Waren im Wert von vier Milliarden US-Dollar nach Brasilien und importierte Waren im Wert von 750 Millionen US-Dollar.

Trotzdem war die argentinische Regierung über den Anstieg der brasilianischen Schweinefleisch-Exporte im vergangenen Januar erstaunt (4.700 Tonnen). Aus diesem Grund wurde die Einfuhr des Schweinefleischs nach Argentinien gesperrt, so dass man im Februar auf nur 300 Tonnen kam.

In der Versammlung der Minister wurde nun ein Quotensystem festgelegt, was morgen (20.03.) noch genauer definiert werden soll. Ab April wird Brasilien 3.000 Tonnen monatlich exportieren können. Es bestünde aber auch die Möglichkeit, bis 3.500 Tonnen zu gehen, so versicherte Ribeiro.

Durch die Sperrungen konnte Brasilien nur 300 bis 400 Tonnen verkaufen, was im Vergleich zu den Zahlen im Januar einen großen Verlust bedeutete, kommentierte Ribeiro. Aus diesem Grund sei es wichtig, dass Brasilien zumindest 3.000 Tonnen monatlich garantiert werden.

Vom argentinischen Minister verlangte Ribeiro auch eine Reduzierung der Reisexporte nach Brasilien. Im vergangenen Jahr verkaufte das Land 1,7 Millionen Tonnen. Ribeiro möchte die argententischen Exporte auf 750.000 Tonnen pro Jahr begrenzen. (ds)