Der Verkauf von Kaffee in andere Länder wirkte sich besonders positiv auf den Exportwert Brasiliens im Mai aus. / Copyright: Wikimedia Commons, MarkSweep
Der Verkauf von Kaffee in andere Länder wirkte sich besonders positiv auf den Exportwert Brasiliens im Mai aus. / Copyright: Wikimedia Commons, MarkSweep

Der Verkauf von Kaffee in andere Länder wirkte sich besonders positiv auf den Exportwert Brasiliens im Mai aus. / Copyright: Wikimedia Commons, MarkSweep

Obwohl die Handelsbilanz in der vergangenen Woche noch ein positives Ergebnis von 563 Millionen US-Dollar ausgewiesen hatte, blieb die Differenz von Exporten und Importen betrachtet auf den Mai insgesamt bislang negativ. Dem Ministerium für Entwicklung, Industrie und Außenhandel zufolge überstiegen die Importe die Exporte in der vierten Woche dieses Monats um 1,134 Milliarden US-Dollar.

Das negative Ergebnis machte auch den Überschuss der Handelsbilanz von Anfang dieses Monats zunichte. Damit liegt das Defizit im Mai bei 345 Millionen US-Dollar. Insgesamt weist die Handelsbilanz ein Loch von 5.911 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr auf – im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres entspricht dies einem Anstieg von 27,7 Prozent ausgehend von einem Defizit von 4,628 Milliarden US-Dollar.

Grund für diese Entwicklung ist vor allem, dass die Exporte stärker zurückgegangen sind als die Importe. Von Januar dieses Jahres bis heute summieren sich die Exporte auf 85,040 Milliarden US-Dollar, das sind durchschnittlich 2,9 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dagegen liegt der Wert der Importe bei 90,951 Milliarden US-Dollar. Hier gab es einen Rückgang von im Schnitt 1,2 Prozent.

Auf die ersten vier Wochen des Monats Mai bezogen gingen die Exporte durchschnittlich um 5,4 Prozent zurück verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Verkauf von Rohstoffen (landwirtschaftliche und mineralische Güter) verzeichnete in diesem Vergleich allerdings einen Anstieg um 1,2 Prozent, angetrieben vor allem durch Kupfererz, Erdöl und durch die Ernte von Kaffee und Soja.

Gleichzeitig ging der Absatz im Außenhandel von Fabrikwaren um 12,5 Prozent zurück, in erster Linie wegen des schwachen Verkaufs von Autos, Flugzeugen und raffiniertem Zucker. Der Absatz von Halbfertigprodukten sank um 18 Prozent, maßgeblich beeinflusst von einem schlechten Verkauf von Rohzucker und Sojaöl. (ls)