Unter anderem stieg die Ausfuhr von Sojabohnen in der zweiten Februarwoche an. / Copyright: Tiago Fioreze, Wikimedia Commons
Unter anderem stieg die Ausfuhr von Sojabohnen in der zweiten Februarwoche an. / Copyright: Tiago Fioreze, Wikimedia Commons

Unter anderem stieg die Ausfuhr von Sojabohnen in der zweiten Februarwoche an. / Copyright: Tiago Fioreze, Wikimedia Commons

Die brasilianische Handelsbilanz wies in der zweiten Woche diesen Monats ein Defizit von rund 338 Millionen US-Dollar (etwa 246 Millionen Euro) auf, resultierend aus einem Importwert von etwa 4,2 Milliarden US-Dollar und einem Exportwert von rund 3,9 Milliarden US-Dollar. Der negative Saldo fiel geringer aus als in der ersten Februarwoche mit 1,7 Milliarden US-Dollar. Grund für das negative Ergebnis ist der Anstieg der Exporte, vor allem von Produkten, die nicht aus der Industrie kommen, sowie einem Rückgang der Importe. Allerdings bleibt damit das akkumulierte Ergebnis im aktuellen Jahr weiter in den roten Zahlen, mit einem Anstieg von rund 5,7 Milliarden US-Dollar auf 6 Milliarden US-Dollar. Im Januar verzeichnete die Handelsbilanz ihr größtes Defizit in 20 Jahren. Die Daten wurden am vergangenen Montag (17. Februar) vom Ministerium für Entwicklung, Industrie und Außenhandel veröffentlicht.

Der Tages-Durchschnittswert der Exporte erreichte einen Wert von 791,2 Millionen US-Dollar. Das sind 21,4 Prozent mehr als in der ersten Woche. Grund dafür war ein Anstieg des durchschnittlichen Tagesumsatzes von 37 Prozent bei Erdöl, Sojabohnen, Mais und Kaffee, Tabakblättern und lebende Rinder. Die Ausfuhren von halbfertigen Erzeugnissen und Fertigware stiegen ebenfalls an, mit einem Anstieg von 17,6 Prozent beziehungsweise 6,2 Prozent bezogen auf den durchschnittlichen Tagesumsatz. Hier waren es vor allem der Verkauf von Autos, Oxiden und Hydroxiden, von Aluminium- und Kunststoff-Polymeren, Fracht-Fahrzeugen, Motoren und Generatoren, raffiniertem Zucker und Flugzeugen.

Auf der anderen Seite sank der durchschnittliche Tagesumsatz der Importe um 13,4 Prozent, von 992,2 Millionen US-Dollar auf 858,8 Millionen, wenn man die erste und zweite Februarwoche vergleicht. Dem Ministerium zufolge gab es einen Rückgang bei den Ausgaben für Kraftstoffe und Schmiermittel, Elektronik-und Stahlgeräte, optische sowie Präzisions-Geräte sowie Getreide. (ls)