In Brasilien verzeichnet man in der zweiten Novemberwoche wieder ein Handelsdefizit / Copyright: Wikimedia, Creative Commons, Ziko
In Brasilien verzeichnet man in der zweiten Novemberwoche wieder ein Handelsdefizit / Copyright: Wikimedia, Creative Commons, Ziko

In Brasilien verzeichnet man in der zweiten Novemberwoche wieder ein Handelsdefizit. / Copyright: Wikimedia Commons, Ziko

In Brasilien ist in der zweiten Novemberwoche wieder ein Handelsdefizit (Exporte geringer als die Importe) in Höhe von 804 Millionen US-Dollar verzeichnet worden. Dabei beliefen sich die Exporte auf 3,678 Milliarden US-Dollar und die Importe auf 4,482 Milliarden US-Dollar. Im Verlauf des Jahres bleibt das Saldo negativ bei 3,422 Milliarden US-Dollar. Die Daten wurden am Montag (17.11.) vom Ministerium für Entwicklung, Industrie und Außenhandel veröffentlicht.

Der Tagesdurchschnitt der Exporte, der sich auf die tatsächlichen Werktage bezieht, summierte einen Wert von 735,6 Millionen US-Dollar, 12,8 Prozent weniger als in der ersten Novemberwoche. Bei den Importen verzeichnete man einen Wert von 896,4 Millionen US-Dollar, 9,7 Prozent weniger.

Die Exporte fielen vor allem in den folgenden drei Kategorien geringer aus: bei Halbfabrikaten (- 33,6 Prozent), im verarbeitenden Gewerbe (- 12,3 Prozent) und bei den Grundprodukten (- 8,4 Prozent). Bei den Halbfabrikaten sanken die Gewinne bei Rohzucker, Zellulose, Leder und rohem Sojaöl. Hinsichtlich des verarbeitenden Gewerbes waren es die PKWs, Kraftstofföle, Kunststoffpolymere, Flugzeuge, Fahrzeugmotoren, Pumpen und Kompressoren. In der letzten Kategorie sanken Erträge bei Erdöl, Sojaschrot, Kaffee, Mais sowie bei Hühnerfleisch, Rind- und Schweinefleisch. Bei den Importen kam es zu einem Rückgang aufgrund der geringeren Ausgaben für Kraftstoffe und Schmieröle, elektronische Geräte, Kunststoffe, Stahl und Pharmaprodukte.

Bevor diese Daten veröffentlicht wurden, brachte bereits der Anzeiger Fokus der Zentralbank (BC) heraus, dass der Markt zum fünften Mal in Folge die Prognosen für die Handelsbilanz zum Jahresende verringert hatte. Zuvor sollte es einen Handelsüberschuss in Höhe von einer Milliarde US-Dollar geben, jetzt nur noch von 400 Millionen US-Dollar. (ds)