Copyright: Wikimedia Commons, Paulo Rená da Silva Santarém, CC BY-SA 2.0
Copyright: Wikimedia Commons, Paulo Rená da Silva Santarém, CC BY-SA 2.0

Die brasilianische Zentralbank hat den Leitzins auf 12,25 Prozent angehoben. / Copyright: Wikimedia Commons, Paulo Rená da Silva Santarém, CC BY-SA 2.0

In einer Stellungnahme kritisiert der Handelsverband von Rio de Janeiro (Fecomércio RJ) die erneute Erhöhung des Basiszinssatzes Selic um 0,5 Prozentpunkte durch den geldpolitischen Ausschuss der brasilianischen Zentralbank (Copom). „Dies ist einer der vielen Preise, die Unternehmer und Verbraucher in Brasilien für die falsche Wirtschaftspolitik in den vergangenen Jahren“, heißt es.

Laut dem Verband muss die Wirtschaft mit Improvisation, Zielen in letzter Minute und lokale Aktionen zurecht kommen, anstatt planbare Maßnahmen, Strenge bei den Finanzgeschäften und eine Förderung von Vertrauen zu erleben. Die Regierung habe mit ihren Maßnahmen den einfachen Weg gewählt, wodurch die schon hohen Kosten in der Produktion und beim Konsum noch gestiegen sind, durch mehr Steuern und höhere Zinsen. „Als Resultat sagen Institutionen wie der Internationale Währungsfonds bereits ein Wirtschaftswachstum für Brasilien von nahe Null in diesem Jahr voraus.“

Der Verband hält es für notwendig, die Glaubwürdigkeit in die brasilianische Wirtschaft wieder aufzubauen, und dass die Regierung mehr tut „als allein die Kosten ihrer Fehler an die Gesellschaft weiter zu geben“. Dafür sei es wichtig, den Wirkungsgrad der öffentlichen Ausgaben zu verbessern, die Produktionskapazität zu erhöhen und die Wachstumsmöglichkeiten zu steigern, ohne weiteren Inflationsdruck. (ls)

Quelle: Agência Brasil