Handel sah sich 2014 nicht gegen das zögerliche Tempo des Wirtschaftswachstums Brasiliens immun. / Copyright: Wikimedia Commons, Secom Bahia, CC BY 2.0
Handel sah sich 2014 nicht gegen das zögerliche Tempo des Wirtschaftswachstums Brasiliens immun. / Copyright: Wikimedia Commons, Secom Bahia, CC BY 2.0

Handel sah sich 2014 nicht gegen das zögerliche Tempo des Wirtschaftswachstums in Brasilien immun. / Copyright: Wikimedia Commons, Secom Bahia, CC BY 2.0

Eine Kostenkontrolle für die öffentlichen Ausgaben, wie sie vom neuen Wirtschaftsteam der Regierung angekündigt wurde, soll in Zukunft das „milde Tempo“ des Wirtschaftswachstums garantieren und ab dem zweiten Halbjahr dieses Jahres bereits Früchte tragen. So erwartet es der Handelsverband des Bundesstaates Rio de Janeiro Fecomércio.

Wenn die Hausaufgaben gemacht, die öffentlichen Konten und die Inflation unter Kontrolle sind, „steigt das Vertrauen der Verbraucher und Unternehmer, und damit steigt auch der Konsum der Haushalte und die Investitionen“, lässt der Handelsverband in einer Mittelung wissen. Dabei nimmt er auch Stellung zu den aktuellen Ergebnissen der monatlichen Handelsstudie vom brasilianischen Statistikamt IBGE.

Demnach lag das Wachstum des Umsatzvolumens bei 0,9 Prozent und das des Nominalumsatzes im Handel bei 1,4 Prozent – auf dieses Ergebnis kommt das Statistikamt nun bereits zum vierten Mal in Folge in seiner Untersuchungsreihe ohne saisonale Effekte. Wie der Handelsverband von Rio betont, würden die Messergebnisse belegen, dass der Handel nicht immun gegen das zögerliche Tempo der brasilianischen Wirtschaft im vergangenen Jahr war.

„Der Umsatz des Sektors hat sich von Monat zu Monat verkleinert verglichen mit 2013 nach einer langen Zeit des zweistelligen Wachstums. Tatsache ist, dass sich der Handel derzeit unter drei Prozent bewegt auf das Jahr hin gesehen“, so der Verband.

Laut des monatlichen Handelsberichts lag das akkumulierte Wachstum der Verkäufe zwischen Januar und November 2014 bei 2,4 Prozent, während der nominale Umsatz um 8,7 Prozent gestiegen ist. Vergleichen mit dem November des Vorjahres, liegt der Anstieg bei einem Prozent, der nominale Umsatz bei einem Plus von 7,1 Prozent.

Eine Erklärung für die unterschiedlichen Ergebnisse: Die Bewertung des Handelsverbands bezieht die Veränderung der Inflation mit ein, was laut Verband bei den Zahlen des Statistikamtes nicht der Fall sei. (ls)