Haushaltshilfen demonistrieren im Abgeordnetenhaus für die Genehmigung der Hausangestellten-PEC und für Gleichberechtigung / Copyright: Agência Brasil

Haushaltshilfen demonstrieren im Abgeordnetenhaus für die Genehmigung der Hausangestellten-PEC und für Gleichberechtigung / Copyright: Agência Brasil

Anfang des Monats wurde vom Spezialausschuss für Arbeiterrechte der Gesetzesvorschlag PEC 478/10 genehmigt, auch Hausangestellten-PEC genannt, der die Rechte von Hausangestellten an die der Angestellten anderer Berufsfelder angleichen soll, wie kürzlich bei BrasilNews berichtet. Nun liegt der Vorschlag dem Plenum des Abgeordnetenhauses vor und man wartet auf eine Entscheidung.

Gestern (20.11.) ergriff eine Gruppe von Hausangestellten die Initiative und demonstrierte im brasilianischen Abgeordnetenhaus für die Genehmigung der PEC. Als Anlass nahmen die Angestellten den gestrigen Tag für das Bewusstsein über die schwarze Bevölkerung (Dia Nacional de Zumbi e da Consciência Negra), der sich der besseren Integration der Schwarzen in die brasilianische Gesellschaft widmet, denn die Mehrheit der Hausangestellten sind Schwarze.

Laut Creuza Oliveira, Präsidentin des Nationalen Arbeiterverbandes für Hausangestellte FENATRAD (Federação Nacional das Trabalhadoras Domésticas), wäre die Genehmigung des Gesetzesvorschlages bereits ein Fortschritt. „Die rechtliche Anerkennung der Hausangestellten als Berufsgruppe gibt es bereits seit 1972, aber offiziell hat leider nur ein geringer Teil einen Vertrag.“

Die letzte Studie der PNAD (Pesquisa Nacional por Amostra de Domicílios) von 2009-2011 zeigt, dass es in Brasilien 6,6 Millionen Hausarbeiter gibt, davon sind 6,2 Millionen Frauen und 4,6 Millionen haben keinen Arbeitsvertrag.

Creuza lobt die Inhalte der PEC, hebt allerdings auch hervor, dass für deren Durchsetzung eine strenge Kontrolle vonnöten sei. Außerdem müsse sich die Einstellung der Bevölkerung gegenüber den Rechten von Hausangestellten ändern. (ds)