Die Ministerin für Planung und Entwicklung, Miriam Belchior, stellte gestern (28.8.) dem Parlament die Haushaltspläne für 2015 vor. / Copyright: Agência Brasil
Die Ministerin für Planung und Entwicklung, Miriam Belchior, stellte gestern (28.8.) dem Parlament die Haushaltspläne für 2015 vor. / Copyright: Agência Brasil

Die Ministerin für Planung und Entwicklung, Miriam Belchior, stellt dem Parlament die Haushaltspläne für 2015 vor. / Copyright: Agência Brasil

Am vergangenen Donnerstag (28.8.) hat die Ministerin für Planung, Miriam Belchior, den Haushaltsentwurf für das Jahr 2015 vorgestellt. Vorgesehen sind deutliche Mehrausgaben in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Stadtentwicklung. Der Finanzplan wurde damit offiziell dem Parlament übergeben. Auch durch die alljährliche Anhebung des Mindestlohnes werden zusätzliche Ressourcen der öffentlichen Kassen bereitgestellt werden, wie die Zeitung Estado de S. Paulo (28.8.) berichtet.

Die Ministerien mit den größten Zuwächsen an Mitteln seien nach derzeitigem Stand das Gesundheitsministerium mit einem Plus von 8,2 Milliarden Reais (circa 2,7 Milliarden Euro) auf 91,4 Milliarden Reais (rund 30 Milliarden Euro), der Bereich Bildung mit einem Plus von 4,4 Milliarden Reais (ca. 1,5 Milliarden Euro) auf 46,7 Milliarden Reais (circa 15,5 Milliarden Euro) sowie das Ministerium für Stadtentwicklung mit einer Budgeterhöhung um 3,4 Milliarden Reais (1,1 Milliarden Euro) auf 26,3 Milliarden Reais (etwa 8,8 Milliarden Euro).

Ebenso wird die alljährliche Anhebung des Mindestlohnes zum Januar um 8,8 Prozent auf 788,06 Reais (circa 265 Euro) die öffentlichen Kassen 2015 zusätzlich mit 22 Milliarden Reais (etwa 7,4 Milliarden Euro) belasten, wie die Zeitung Estado de S. Paulo (28.8.) berichtet.

Im Gegensatz zum laufenden Jahr geht die Ministerin davon aus, dass der Haushalt noch in diesem Jahr verabschiedet wird. Laut Belchior habe sich der Senatspräsident Renan Calheiros (PMDB) verpflichtet, den Entwurf im gesetzlich vorgegebenen Rahmen, also bis Dezember 2014, zu diskutieren. Im laufenden Jahr war es zu Verzögerungen gekommen. (ms)