Massive Kürzungen bedrängen desn Haushalt. Am meisten ist das Bildungsministerium betroffen. / Copyright: Agência Brasil
Massive Kürzungen bedrängen desn Haushalt. Am meisten ist das Bildungsministerium betroffen. / Copyright: Agência Brasil

Massive Kürzungen bedrängen den Haushalt. Am stärksten ist das Bildungsministerium betroffen. / Copyright: Agência Brasil

Mit Einsparungen in Milliardenhöhe will die brasilianische Regierung das Haushaltsdefizit im laufenden Jahr angehen. Laut dem am Donnerstag (8.01.) vorgestellten Entwurf des Bundeshaushalts betragen die Kürzungen 65 Milliarden Reis (etwa 20 Milliarden Euro). Diese Zahl könne noch steigen, wie die Zeitung Estadão de São Paulo berichtet. Schließlich müsse ein Loch von 66,3 Milliarden Reais gestopft werden.

Laut Medienberichten sei das Bildungsressort von den größten Einsparungen betroffen. Von den ursprünglich eingeplanten 21,13 Milliarden Reais (circa 6,6 Milliarden Euro) blieben nach der Neuberechnung nur noch 14,1 Milliarden Reais (etwa 4,5 Milliarden Euro) übrig. Dies entspricht Kürzungen von sieben Milliarden Reais (etwa 2,2 Milliarden Euro) in dem Bereich, der zu Jahresbeginn noch als wichtigstes Ziel der Regierung ausgegeben wurde. Präsidentin Rousseff hatte da Brasilien zum Bildungsland ausgerufen (BrasilNews berichtete, 02.01.2015).

Auch in den anderen Ministerien seien markante Kürzungen vorgesehen. Aktuell erhalte das Verteidigungsministerium noch 22,8 Milliarden Reais (circa 7,2 Milliarden Euro), das Ministerium für Stadtwesen käme auf 20,4 Milliarden Euro (ca. 6,4 Milliarden Euro) und das Wissenschafts- und Technologieressort auf 19,2 Milliarden Reais (ca. 6 Milliarden Euro). Dabei bleibe es den einzelnen Ministerien überlassen, wie die Einsparungen umzusetzen seien.

Derzeit suche die Regierung nach Alternativen zum Einsparen. Mögliche Alternativen seien Steuererhöhungen, um die Ausfälle auf der Einnahmenseite auszugleichen, wie die Zeitung schreibt. (ms)

Quelle: Estadão