Wegen der Dürrewelle wurde in 75 Prozent der Gemeinden im Nordosten den Ausnahmezustand ausgerufen. / Copyright: Agência Brasil
Wegen der Dürrewelle wurde in 75 Prozent der Gemeinden im Nordosten den Ausnahmezustand ausgerufen. / Copyright: Agência Brasil

Wegen der Dürrewelle wurde in 75 Prozent der Gemeinden im Nordosten der Ausnahmezustand ausgerufen. / Copyright: Agência Brasil

Seit Dezember vergangenen Jahres erlebt Brasilien in manchen Landesteilen den heißesten Sommer seit 70 Jahren. Im Süden des Landes wurden Hitzerekorde gemessen. Brasilien findet darum besondere Erwähnung im aktuellen Bericht über weltweite Wetterextreme der Klimaorganisation der UNO, dem World Meteorological Organization (WMO). Der Bericht wurde vergangenen Freitag (14.2.) vorgestellt und beschreibt die jüngsten weltweiten Extremwettererscheinungen. Im Fall Brasilien hebt die WMO insbesondere die lange Hitzeperiode hervor, die in manchen Gegenden zu Dürrekatastrophen und Ausnahmezustand führte.

Ende des Jahres 2013 wurde der Nordosten Brasiliens durch die schlimmste Dürreperiode seit 50 Jahren heimgesucht. Insgesamt 75 Prozent der Landkreise der Region riefen den Ausnahmezustand aus. Vielerorts mussten Wasserreserven von weit hergeholt werden und das Vieh verendete.

Auch dem Süden und Südosten machte eine Hitzewelle zu schaffen. Wie das Onlineportal ambientebrasil.com.br berichtet, sei dieses Phänomen seit 2001 nicht mehr aufgetreten. Für São Paulo und Porto Alegre bedeutete dies den heißesten Januar seit 1943. In Porto Alegre stieg die Temperatur auf 40,5 Grad Celsius. In Rio de Janeiro kletterte die gefühlte Temperatur auf 57 Grad Celsius.

In der Folge hat Brasilien derzeit höhere Ausgaben bei der Energieversorgung. Durch leere Stauseen mussten Kraftwerke auf Gas- und Erdölbasis zur Stromerzeugung zurückgegriffen werden (BrasilNews berichtete, 17.2.14).

Laut dem WMO-Bericht machte besonders heiße und trockene Luft Ländern der südlichen Hemisphäre wie Argentinien, Australien, Brasilien und Südafrika zu schaffen, während große Teile der USA unter arktischem Frost und Großbritannien unter zu starken Niederschlägen litten. (ms)