Derzeit diskutiert Brasilien über die Herausforderungen in der Eisenbahnindustrie und die Zukunft der Branche / Copyright: Wikipedia, GNU, Yosemite
Derzeit diskutiert Brasilien über die Herausforderungen in der Eisenbahnindustrie und die Zukunft der Branche / Copyright: Wikipedia, GNU, Yosemite

Derzeit diskutiert Brasilien über die Herausforderungen in der Eisenbahnindustrie und die Zukunft der Branche. / Copyright: Wikimedia Commons, Yosemite

Während der sechsten Versammlung für die Eisenbahnindustrie, der sogenannten 6º Brasil nos Trilhos, die seit dem vergangenen Mittwoch (20.08.) in der brasilianischen Hauptstadt Brasília stattfindet, steht die Stärkung des Güter- und Personentransports im Vordergrund. Die Veranstaltung wird von dem nationalen Verband für Eisenbahntransporte ANTF (Associação Nacional dos Transportadores Ferroviários) und dem nationalen Verband für Passagiertransporte ANPTrilhos (Associação Nacional dos Transportadores de Passageiros sobre Trilhos) gefördert.

Am ersten Tag standen vor allem technische Vorträge auf der Tagesordnung. Es wurden Rechtsfragen diskutiert, Fragen in Bezug auf die Sicherheit sowie die internationale Situation des Schienenwesens. Am heutigen Tag werden auch Minister und andere Verantwortliche der Branche anwesend sein. Einer der Teilnehmer ist der Vizepräsident Brasiliens, Michel Temer.

Derzeit erstreckt sich der Gütertransport auf Schienen in Brasilien auf eine Strecke von 28.800 Kilometern, auf denen 25 Prozent der Güter Brasiliens durch das Land transportiert werden. Laut Angaben des ANTF wurden im Jahr 2012 481 Millionen Tonnen Last bewegt, wie etwa Eisenerz, Agrarstoffe, Kohle, Zucker und Kraftstoffe. Einen Personentransport über die Schiene gibt es in Brasilien noch nicht. Eines der größten Projekte ist der Hochgeschwindigkeitszug (Trem Bala) zwischen Rio de Janeiro und São Paulo, der 2020 in Betrieb gehen soll. (ds)