Nelson Barbosa, Sekretär des Finanzministeriums / Copyright: Agência Brasil

Nelson Barbosa, Sekretär des Finanzministeriums / Copyright: Agência Brasil

Das Hilfspaket zur Stärkung der Industrie Brasiliens wird die Regierung 2012 60,4 Milliarden Reais (rund 24,8 Milliarden Euro) kosten, so informierte gestern (03.04.) Nelson Barbosa, ausführender Sekretär des Finanzministeriums. Zum einen sollen Steuern gesenkt werden, zum anderen Gelder für Kredite und Beiträge des brasilianischen Staatshaushaltes für öffentliche Banken erweitert werden.

Von diesen Geldern wird der höchste Betrag (45 Milliarden Reais) an die Nationale Bank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social, kurz: BNDES) gehen. Mit diesen Mitteln vergrößert man das Kapital der Einrichtung für das Programm zur Stützungen von Investitionen (PSI).

Durch Steuerreduzierungen lässt die Regierung dieses Jahr 3,1 Milliarden Reais einsparen. Nach Angaben Barbosas beträfen diese Einsparungen größere Haushaltsgeräte und Baumaterialien sowie 15 Sektoren der Industrie.

Auch für das Programm zur sozialen Integration / Beiträge für Finanzierungen der Sozialversicherungen (Programa de Integração Social/Contribuição para o Financiamento da Seguridade Social, kurz: PIS/Cofins) bei importierten Waren gab es Reduzierungen.

Das Paket beinhaltet außerdem 3,9 Milliarden Reais für den Staatshaushalt für Einkäufe der Regierung. Der Betrag wird für Käufe von nationalen Produkten verwendet: Diejenigen Produkte, die bis maximal 25 Prozent teurer als ähnliche importierte Produkte sind, haben bei den Ausschreibungen Vorrang.

Des Weiteren informierte Barbosa, dass 1,9 Milliarden Reais von der Erweiterung des Haushaltes des Exportfinanzierungsprogramms (PROEX) kämen und 6,5 Milliarden Reais durch die Angleichung von Zinsen bei Kreditlinien der BNDES. (ds)