Flávio Castelo Branco, Chef der Wirtschaftsabteilung des Industrieverbandes / Copyright: Agência Brasil

Flávio Castelo Branco, Chef der Wirtschaftsabteilung des Industrieverbandes / Copyright: Agência Brasil

Unternehmer erwarten heute (02.08.) die Ankündigung der Neuerungen in der Industriepolitik. Wichtig sei es, die Wettbewerbsfähigkeit von brasilianischen Firmen im Exportbereich zu verbessern, so Flávio Castelo Branco, Chef der Wirtschaftsabteilung des brasilianischen Industrieverbandes (Confederação Nacional da Indústria, kurz: CNI). Laut neuester Umfragen der CNI verloren im vergangenen Jahr 48% der Firmen die Beteiligung am externen Markt. So steige das Risiko der Schließung von Fabriken, der Absetzung der Produktion und des Transfers von Abteilungen in andere Länder, die dort zum Teil günstigere Geschäftsbedingungen anträfen.

Die Internationalisierung von Firmen sei ein positiver Prozess, solange die interne Produktion nicht zurückgefahren werden würde. Die CNI verlangte von der Regierung Maßnahmen wie die Steuerbefreiung von Tributen und Zahlungsvorgängen, Reduzierung der Kapitalkosten, Verbesserungen der Logistik sowie Investitionen im Bereich beruflicher Qualifikationen.

Laut Castelo Branco existiere nicht nur eine Lösung, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und den Firmen mehr Macht zu verleihen. Die Steuerbefreiung von Investitionen sei jedoch eine fundamentale Maßnahme sowie die Rückgewinnung von Steuergutschriften im Bereich der Exporte und die Steuerbefreiung von Gehaltsabrechnungen. Auf lange Sicht solle man ebenso in die Weiterbildung und die Qualifikation von Arbeitskräften investieren. (ds)